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Goldglasboden mit Petrus und Paulus
  • Goldglasboden mit Petrus und Paulus
  • Goldglas (Fragment)
  • verbale Datierung: 2. Hälfte 4. Jahrhundert
  • Fundort: unbekannt
    Erwerbungsort: Rom
    Entstehungsort stilistisch: Rom
  • Goldfolie zwischen Glas
  • 11 x 0,8 cm
  • Ident.Nr. 6631
  • Vormals Sammlung Lanna in Rom, 1911 bei Rudolph Lepke’s Kunst-Auctions-Haus verkauft und der Sammlung als anonyme Schenkung überlassen.
  • Sammlung: Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst | Museum für Byzantinische Kunst
  • © Foto: Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst der Staatlichen Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz
  • Fotograf/in: Jürgen Liepe
Beschreibung
Multimedia
Der doppelwandige Boden der Schale, deren Wandung weggebrochen ist, enthält eine Goldfolie, in die die Zeichnung geritzt wurde. Aus restauratorischen Gründen kann er nur von unten photographiert und seitenverkehrt abgebildet werden. Derartige Goldgläser waren beliebte Geschenkartikel, u.a. am Neujahrstag. Die von einer Ornamentbordüre gerahmten, sich einander leicht zuwendenden Büsten von Petrus und Paulus tragen Namensbeischriften. Eine kleinere Gestalt verleiht den Aposteln jeweils einen Kranz. Es ist Christus, wie andere, inschriftlich gesicherten Darstellungen belegen. Er löst das Motiv der kranzverleihenden, ebenso kleingestaltigen Siegesgöttin Victoria ab, die in Bildern der Kaiserehrung auftrat. An solcher Verkleinerung hat niemand Anstoß genommen – Götter verfügen schließlich über göttliche Dimensionen und können auf die Körpermaße von Riesen mit Gelassenheit verzichten.
(Theun-Mathias Schmidt)


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