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Öllampe mit christlicher Symbolik
  • Öllampe mit christlicher Symbolik
  • Lampe
  • Werkstatt des Florentius (Nachweiszeit: Anfang 3. Jahrhundert), Werkstatt
  • verbale Datierung: Anfang 3. Jahrhundert
  • Fundort: unbekannt
    Entstehungsort stilistisch: Rom
  • Roter Ton
  • 15,1 x 10,1 x 5,2 cm
  • Ident.Nr. 2354
  • 1897 vom Antiquarium (heutige Antikensammlung) überwiesen, vormals Königliche Kunstkammer, davor Sammlung Bellori.
  • Sammlung: Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst | Museum für Byzantinische Kunst
  • © Foto: Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst der Staatlichen Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz
  • Fotograf/in: Antje Voigt
Description
Zweck einer Lampe ist es, Licht ins Dunkel zu bringen. Seit Urzeiten ist dem Menschen Licht mehr als nur physikalisches Phänomen: Symbol des Lebens. Die Unterseite trägt den Stempel des im frühen 3. Jahrhundert tätigen Töpfers Florentius. Eingepresster Reliefschmuck zeigt einen Schafträger inmitten einer siebenköpfigen Schafherde als Allegorie des Friedens und Glücks. Links wird Jonas aus dem Rachen eines Seemonsters ausgespieen, rechts ruht der nackte Jonas unter einer Kürbislaube (Jona 4,6), Hinweis auf göttliche Errettung aus Finsternis. Ein Vogel auf der Arche Noahs bekundet außerdem das Gottvertrauen auf Erlösung in Not (Genesis 8,9). Über allem schweben die Büsten von Sonne (Sol) und Mond (Luna) sowie sieben Sterne, kosmische Garanten immerwährenden Lichts. Im Alltag benutzt, konnte dieselbe Lampe – vielleicht eines der ersten christlichen Bildzeugnisse überhaupt - ihrem Besitzer später als Grabbeigabe dienen.


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