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Aramäisches Ostrakon, Brief mit Erwähnung eines Gewandes, von Wein und Öl
  • Aramäisches Ostrakon, Brief mit Erwähnung eines Gewandes, von Wein und Öl
  • Ostrakon (Schriftträger)
  • Genauer: Frühe Ptolemäerzeit
  • Fundort: Elephantine (? / Ägypten / Oberägypten)
    Herkunftsort: Elephantine (Ägypten / Oberägypten)
  • Ton, gebrannt (Material)
  • Objektmaß: 10 cm (Querdurchmesser, lt. Inv.)
  • Ident.Nr. P 10964
  • Sammlung: Ägyptisches Museum und Papyrussammlung | Papyrussammlung
  • © Foto: Ägyptisches Museum und Papyrussammlung der Staatlichen Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz
Description
Diese beschriebene Tonscherbe, auch Ostrakon genannt, enthält einen aramäischen Brief, der ein Gewand nennt sowie Wein und Öl.

Ostraka sind ein sehr verbreitetes Schreibmaterial im Alten Ägypten. In der Regel sind dies Krugscherben, auf denen kurze Texte notiert wurden, wie beispielsweise Briefe, Listen, Abrechnungen oder Notizen. Dieses Ostrakon stammt von der Nilinsel Elephantine in Ägypten und wurde während der Ausgrabungen der damals Königlichen Museen durch Otto Rubensohn und Friedrich Zucker zu Beginn des 20. Jahrhunderts ausgegraben. Die hier verwendete Sprache und Schrift ist das Aramäische. Aramäisch ist eine semitische Sprache, die mit einer Alphabetschrift notiert wurde. Insbesondere im 5. Jahrhundert v. Chr. wurde sie als „lingua franca“ im westlichen Perserreich und damit auch in Ägypten eingesetzt. Von der Nilinsel Elephantine stammen zahlreiche aramäische Texte aus dieser Zeit, die zu der dortigen aramäo-jüdischen Gemeinde gehörten.

Fragment eines Briefes; die Rede ist von einem Hemd, von Wein und Öl.

http://elephantine.smb.museum/record/ID306600
(V. Lepper / St. Wimmer)


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