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Große Berliner Pyxis
  • Große Berliner Pyxis
  • Pyxis
  • verbale Datierung: um 400
  • Entstehungsort stilistisch: Rom oder Italien oder Konstantinopel (Region)
    Historischer Standort: Moselgebiet (Region)
    Erwerbungsort: Koblenz (Stadt)
  • Elfenbein mit Eisenklammern
  • Höhe: 12,2 cm
    Durchmesser: maximal der weitgehend runden Pyxis 14,5 cm
  • Ident.Nr. 563
  • Sammlung: Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst | Museum für Byzantinische Kunst
  • © Foto: Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst der Staatlichen Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz
  • Fotograf/in: Jürgen Liepe
Description
Die Große Berliner Pyxis übertrifft in ihren Maßen und ihrer hohen künstlerischen Qualität alle erhaltenen spätantiken Elfenbeinbüchsen. In der Mitte der Hauptszene sitzt vor einer Bogenarchitektur Christus als Lehrer auf einem Thron mit Rückenlehne und Fußbank. Die Rechte ist im Redegestus erhoben, im linken Arm hält er eine Buchrolle. Paulus links und Petrus rechts sitzen auf Faltstühlen, die übrigen Apostel stehen lebhaft gestikulierend zu beiden Seiten und halten Buchrollen oder gebundene Bücher in den Händen. Auf der Rückseite steht Abraham mit erhobenem Schwert und greift in das Haar seines Sohnes Isaak, um ihn auf Gottes Anweisung hin zu opfern. Isaak verharrt auf der unteren Stufe einer hohen Treppe, die zu einem Altar hinaufführt. Zur Rechten Abrahams ragt die Hand Gottes aus dem Himmelssegment hervor und verhindert das Menschenopfer. Ein Engel links führt als Ersatz einen Widder als Opfertier herbei. Die Verbindung von Abrahamsopfer und Christus basiert auf der Vorstellung, wonach Ereignisse des Alten Testaments bereits auf solche des Neuen Testaments vorausweisen: So wie Abraham bereit war, seinen Sohn für Gott zu opfern, so hat Gott seinen Sohn Christus für die Menschheit hingegeben.


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