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  • Räuchergefäß
  • verbale Datierung: 6.-10. Jahrhundert
  • Entstehungsort stilistisch: Naher Osten oder Ägypten
  • Bronze
  • Höhe: 12,5 cm
    Breite: 10,9 cm
    Länge: mit Griff 20,6 cm
    Durchmesser: 9,9 cm
  • Ident.Nr. 11/94
  • Sammlung: Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst | Museum für Byzantinische Kunst
  • © Foto: Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst der Staatlichen Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz
  • Fotograf/in: Antje Voigt
Beschreibung
Das mit einem Stiel als Handhabe versehene Räuchergefäß besteht aus einer zylindrischen Pfanne und einem gewölbten Deckel. Es steht auf drei Füßen, die in vereinfachter Form Hufe nachbilden. Der Stiel endet in einem Widderkopf. Der Deckel ist mit einem Scharnier fest mit der Pfanne verbunden. Ein Dorn am Deckel, der sich beim Schließen in ein kleines Loch an der Pfanne senkt, sorgt für Passgenauigkeit. Die dreieckigen Durchbrüche des Deckels versorgen das glimmende Räucherwerk im Innern mit Sauerstoff und ermöglichen das Austreten des aromatischen Rauchs. Die Nachbildung einer Granatapfelblüte, umgeben von einem Perlenkranz, bekrönt den Deckel.
Die Dekoration des Räuchergefäßes ist profan, nichts deutet auf einen religiösen Zusammenhang hin. Wahrscheinlich wurde es im privaten Bereich verwendet. Gestielte Pfanne und gewölbter Deckel sind typisch für eine Gruppe frühislamischer Räuchergefäße, deren durchbrochener Dekor allerdings meist aus Rankenwerk besteht. Entweder handelt es sich um eine Variante dieser islamischen Räuchergefäße oder um einen Vorläufer in der späten frühbyzantinischen Zeit.


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