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  • Reservistenpfeife
  • 1900 - 1903
  • Herkunft (Allgemein): Lübeck
  • Porzellan bemalt, Holz, Horn, Kordel
  • Länge: gesamt: 170 cm
  • Ident.Nr. N (9 E) 475/2009
  • Sammlung: Museum Europäischer Kulturen
  • © Foto: Museum Europäischer Kulturen der Staatlichen Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz
Description
Reservistenpfeife, 4-teilig zum Zusammenstecken mit Gewinde. Am oberen Teil schmales Mundstück aus Horn, darunter ein kleines Stück Schlauch, gefolgt von einem Pferdekopf und einer Kanone aus Horn. Das lange Zwischenstück besteht aus Holz und Horn, das konisch zulaufende Endstück nur aus Horn. An der Seite der Porzellankopf mit der Kordel. Aufschrift: "Es lebe hoch, das Rgt. Das sich mit stolz das erste nennt! ... A. M. Dienste B. D. ... Batt erste Garde. Feld Art. Rgt. Berlin. 1900/1903. Ret. Rabe." Rückseite: "Mädchen laß das Weinen sein es treten bald Rekruten ein." Liste mit den Soldatennamen, u. a. auch Rabe.
Darstellung mit einem Soldaten zu Pferd, Rückseite, weinendes Mädchen wird von einem Soldaten getröstet, Pfeifenkopfdeckel in Form eines Helms, seitlicher Schmuck in Form von Eichenblättern und vergoldetn Eicheln. Wandschleife in schwarz-weiß-rot.
Otto Karl Fritz Rabe wurde am 29. 11.1878 in Küstrin als jüngster von 6 Söhnen geboren. Nach Abschluß der Realschule trat er die Ausbildung zum Bankkaufmann im Bankhaus Popp in Küstrin an. Nach Beendigung der Lehre und Absolvierung des Militärdienstes ging er nach Berlin zur Deutschen Bank. Bei Kriegsausbruch 1914 wurde er eingezogen, durchlebte die ersten Jahre im Rußlandfeldzug, die letzten Jahre an der Westfront als Richtkanonier bei einer berittenen Einheit; er hat an der Schlacht von Verdun teilgenommen und das Eiserne Kreuz I und II verliehen bekommen. Er geriet in französische Gefangenschaft und wurde erst 1920 entlassen.


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