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Reliquiarkreuz
  • Reliquiarkreuz
  • Enkolpion
  • 700 - 1300
  • Entstehungsort stilistisch: Kleinasien
  • Bronze
  • Höhe: mit Öse 12,4 cm
    Breite: 6,8 cm
    Tiefe: 1,5 cm
  • Ident.Nr. 37/68
  • Sammlung: Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst | Museum für Byzantinische Kunst
  • © Foto: Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst der Staatlichen Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz
Beschreibung
Das Enkolpion mit seinen geschweiften Hasten entspricht einem weit verbreiteten Typus von Anhängern. Oben besitzt es eine Öse zur Befestigung an einer Kette, mit der es um den Hals getragen wurde. Es besteht aus zwei aufeinanderpassenden Hälften. Diese sind am oberen Kreuzarm durch ein Scharnier verbunden, am unteren weisen sie einen Verschluss auf, so dass man das Kreuz öffnen konnte, um darin Reliquien aufzubewahren.
Verziert ist es mit Gravuren. Auf der einen Seite steht ein Mann in Orantenhaltung in kurzem, reich verziertem Gewand und langer Hose. Sein Kopf wird von zwei Kreuzen flankiert. Am oberen Rand ist schräg auf Griechisch die Inschrift „ ΙΟΑΝ“ eingraviert, die die Identifizierung des Mannes ermöglicht. Es handelt sich wahrscheinlich um Johannes den Evangelisten.
Auf der anderen Seite ist das Kreuz ornamental dekoriert und mit runden, doppelten Vertiefungen an den Enden der Hasten und in der Mitte versehen. Möglicherweise nahmen sie Glasfluss auf.
Anhänger dieser Art waren Massenware und wurden in der Regel in provinziellen Werkstätten angefertigt, wofür die eher einfache Ausführung und die oft fehlerhafte griechische Beschriftung sprechen. Noch heute werden sie überwiegend im kleinasiatischen Bereich und auf dem Balkan in großer Zahl gefunden.


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