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Bildnis des Bischofs Apa Abraham
  • Bildnis des Bischofs Apa Abraham
  • Tafelbild
  • 590-600
  • Entstehungsort stilistisch: Ägypten
    Historischer Standort: wohl Phoibammon-Kloster von Deir el-Bahari / Oberägypten
  • Temperamalerei auf Akazienholz
  • Höhe: 36,5 cm
    Breite: 26,5 cm
    Tiefe: 3,2 cm
  • Ident.Nr. 6114
  • Sammlung: Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst | Museum für Byzantinische Kunst
  • © Foto: Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst der Staatlichen Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz
  • Fotograf/in: Markus Hilbich
Beschreibung
Multimedia
Der beiderseits des Nimbus als »Apa Abraham der Bischof« bezeichnete Heilige kann höchstwahrscheinlich mit jenem Abraham identifiziert werden, der für die Jahre zwischen 590 und 620 als 14. Bischof von Hermonthis und Abt des Phoibammon-Klosters von Deir el-Bahari in Theben (auf der Luxor gegenüberliegenden Nilseite) bezeugt ist. Das Tafelbild weist vier Bohrungen auf und war zum Aufhängen bestimmt; es ist vielleicht das einzige erhaltene Amtsbildnis eines historisch bezeugten Bischofs. Apa (Vater) Abraham trägt ein purpurfarbenes Gewand und ein über beide Schultern gelegtes Omophorion, die weiße Binde der Bischöfe. In den Händen hält er ein Evangelienbuch, dessen Einband mit Edelsteinen geschmückt ist. Ein >goldener< Nimbus umgibt sein Antlitz. Abraham ist ganz im Typus koptischer Mönchsheiliger dargestellt. Immer wiederkehrende Bildnisformeln sind das große, fest konturierte Haupt mit den asketisch eingezogenen Wangen, die gottbeseelte Schau der weit geöffneten Augen, der fest geschlossene Mund mit den streng herabgezogenen Mundwinkeln und der lange, bis weit auf die Brust herabreichende Bart.


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