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Menasampulle
  • Menasampulle
  • Pilgerandenken
  • verbale Datierung: Ende 5. - Mitte 7. Jahrhundert
  • Ägypten (Land/Region)
    Herkunft (Allgemein): vermutlich aus Abu Mina
  • Heller Ton
  • Höhe: 9,7 cm
    Durchmesser: 7 cm
    Dicke: 2,2 mm (linsenförmig)
  • Ident.Nr. 1777
  • Sammlung: Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst | Museum für Byzantinische Kunst
  • © Foto: Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst der Staatlichen Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz
  • Fotograf/in: Markus Hilbich
Beschreibung
Das flach gewölbte, tönerne Fläschchen besitzt einen aus zwei Hälften zusammengesetzten Gefäßkörper, an den ein Hals mit Ausguss sowie zwei Henkel angefügt sind. Auf beiden Seiten trägt es die reliefierte Darstellung eines Heiligen zwischen zwei knieenden Kamelen, der auf Grund der Ikonografie und von gleichen, inschriftlich bezeichneten Bildern als Menas identifiziert werden kann.
Der Überlieferung zufolge war Menas ein ägyptischer Soldat, der für sein christliches Bekenntnis um 300 n. Chr. das Martyrium erlitt. Über seinem angenommenen Grab bei Alexandrien entstand ab dem 5. Jahrhundert ein ausgedehnter Kirchenkomplex, der sich bald zu einem bedeutenden, überregionalen Pilgerheiligtum entwickelte. Für die Pilger wurden Andenken produziert, deren bekannteste Gattung die der so genannten Menasampullen ist. Wahrscheinlich wurde in die Gefäße geheiligtes Wasser oder Öl abgefüllt, das Schutz vor Unglück gewährleisten sollte.


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