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Fries mit Tyche oder Personifikation einer Stadt
  • Fries mit Tyche oder Personifikation einer Stadt
  • Relieffries
  • 5. Jahrhundert
  • Entstehungsort stilistisch: Ägypten
    Erwerbungsort: Medinet al-Faijum
  • Kalkstein
  • Höhe: 33 cm
    Breite: gesamt 281 cm
    Breite: Teil A 51,5 cm
    Breite: Teil B 55,5 cm
    Breite: Teil C 52,5 cm
    Breite: Teil D 59,5 cm
    Breite: Teil E 61,5 cm
    Tiefe: Teil A 18 cm
    Tiefe: Teil B 28 cm
    Tiefe: Teil C 26 cm
    Tiefe: Teil D 22 cm
    Tiefe: Teil E 22 cm
  • Ident.Nr. 4453
  • Sammlung: Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst | Museum für Byzantinische Kunst
  • © Foto: Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst der Staatlichen Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz
  • Fotograf/in: Markus Hilbich
Beschreibung
Von dem Fries haben sich fünf Blöcke erhalten, die aufgrund ihrer Maße und Thematik wahrscheinlich zu einem größeren Profanbau gehört haben. Auf dem einstigen Mittelblock halten zwei fliegende Eroten einen Kranz, der aus gezahnten Blättern besteht und von dem zwei eingerollte Kranzbänder herabhängen. Er umschließt den frontal dargestellten Kopf einer Schutzgöttin (Tyche) oder Personifikation einer Stadt, die trotz schwerer Beschädigungen am Attribut der Mauerkrone auf dem Haupt zu erkennen ist.
Die übrigen Friesblöcke schmückt eine fortlaufende Akanthusranke, die runde Rankenmedaillons bildet, von der sich geschwungene Blattwedel wirbelnd ausbreiten. Zwischen den Blättern werden die Vorderteile (Protome) springender Tiere sichtbar, die zur Friesmitte ausgerichtet sind. Zwei der Medaillons enthalten Profilköpfe, die von der Mitte wegblicken. Von links nach rechts sind eine Antilope (?), ein Hirsch, ein Frauenkopf, ein Hund, ein Stier, ein Frauenkopf und eine Antilope erkennbar. Entlang der unteren Kante des Frieses verläuft ein Eierstab, der von Dreiblättern unterbrochen wird.
Von Tierprotomen bevölkerte Rankenfriese sind ein im Hellenismus aufkommendes Motiv, das in der römischen Kaiserzeit weit verbreitet war. Aufgrund des Stiles der Akanthusblätter und Figuren kann die Arbeit jedoch in das 5. Jahrhundert datiert werden.


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