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Einführung Marias in den Tempel
  • Einführung Marias in den Tempel
  • Reliefikone
  • verbale Datierung: 10. Jahrhundert
  • Entstehungsort stilistisch: Konstantinopel
  • Elfenbein
  • Höhe: 15 cm
    Breite: 13,2 cm
  • Ident.Nr. 2551
  • Sammlung: Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst | Museum für Byzantinische Kunst
  • © Foto: Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst der Staatlichen Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz
  • Fotograf/in: Jürgen Liepe
Description
Das Relief, dessen Oberfläche recht abgenutzt ist, gehörte wohl zu einer größeren Komposition, in der entweder Szenen aus dem Leben Marias oder aus dem Festbildzyklus miteinander verbunden waren (vgl. Inv. 2721). Dargestellt sind zwei Episoden aus der Kindheitsgeschichte Marias, die dem apokryphen Protoevangelium des Jakobus entnommen sind. Neben den vier Evangelisten bildeten die von der Kirche abgelehnten Apokryphen die wichtigsten Quellen für Darstellungen der Kindheits- und Lebensgeschichte Marias.
Ein Zug von neun Kindern, von denen drei Fackeln tragen, geleitet die Jungfrau in den Tempel, wo sie als Auserwählte ihren Dienst verrichten sollte. Eine mehrfach gestufte Architektur deutet den Tempel an, vor dessen Pforte der Hohepriester das Kind mit ausgestreckten Armen empfängt. Links außen stehen ihre Eltern Joachim und Anna einander zugewandt im Gespräch. Rechts oben sitzt Maria unter einem Baldachin auf den Stufen des Tempels und empfängt von einem Engel (abgebrochen) Nahrung. Die eingravierte griechische Beischrift »Das Allerheiligste« kennzeichnet den Ort des Geschehens.


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