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Clavus mit Szenen aus der Josefsgeschichte
  • Clavus mit Szenen aus der Josefsgeschichte
  • Kleidung
  • verbale Datierung: 7./10. Jahrhundert
  • Ägypten (Land/Region)
    Fundort: unbekannt
  • Wirkerei in Wolle auf Leinenkette
  • 66,5 x 10,5 cm
  • Ident.Nr. 4609
  • Sammlung: Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst | Museum für Byzantinische Kunst
  • © Foto: Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst der Staatlichen Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz
  • Fotograf/in: Antje Voigt
Beschreibung
Der Clavus ist fast in seiner Originallänge erhalten. Im rotgrundigen Mittelfeld sind untereinander sieben einzelne Figuren angeordnet. Bis auf die mittlere sind alle nach links orientiert. Die Gestalt zuunterst trägt ein blau-grünes Gewand und hatte ursprünglich schwarzes Haar. Sie scheint mit ihrer erhobenen rechten Hand einen Stab zu umfassen; der andere Arm ist diagonal vor den Körper geführt. Die Figur über ihr kennzeichnet welliges, helles Haar und ein blauer Nimbus. Sie ist leicht vorgebeugt und greift nach einem trapezförmigen Gegenstand, den oben ein rundes Motiv krönt. Darüber folgt eine schwarzhaarige Figur in grünem Gewand mit flatterndem Schal im Rücken. Ihren rechten Arm hat sie erhoben, der linke liegt vor dem Körper. Auffällig ist ihr überlanges, merkwürdig nach oben gebogenes linkes Bein. Die mittlere Person ist dunkelhäutig. Sie sitzt in leichter Rechtsdrehung auf einer Bank oder einem Stuhl mit hoher Rückenlehne. Vor ihrem Bauch hält sie einen verzierten ovalen Gegenstand. Die drei oberen Gestalten sind nur noch vage zu erkennen. Zumindest die dem Dunkelhäutigen folgende scheint nimbiert zu sein.
Einige charakteristische Details weisen die Dargestellten als Akteure der Josefsgeschichte aus (vgl. die Tunika Inv. 9109/9110), und zwar lassen sich die Opferszene und der Verkauf an den Ismaeliter identifizieren.
Der Clavus ist mit einer dreiteiligen Randzone eingefasst. Die mittlere Bahn ziert eine stilisierte Ranke aus Flügelpalmetten; die beiden äußeren Bahnen zeigen wie häufig verzahnte Winkelmotive. Das Randornament läuft am Clavusende im Verbindungssteg weiter und umgibt dann eine Büste mit Nimbus im Zentrum des Sigillums, die vermutlich nichts mit der Geschichte zu tun hat und einer anderen Vorlage entnommen ist.


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