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Kasten eines Sarkophags
  • Kasten eines Sarkophags
  • Sarkophag
  • 8. Jahrhundert
  • Fundort: unbekannt
    Erwerbungsort: Venedig
    Entstehungsort stilistisch: Istrien
  • Istrischer Kalkstein
  • 69 x 223 x 94 cm
  • Ident.Nr. 4
  • 1841 aus der Sammlung Pajaro in Venedig erworben.
  • Sammlung: Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst | Museum für Byzantinische Kunst
  • © Foto: Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst der Staatlichen Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz
  • Fotograf/in: Ingrid Geske
Description
Multimedia
Der Sarkophag ist an allen vier Seiten dekoriert; der Deckel fehlt. Die Vorderseite wird oben und seitlich von einer Leiste mit stilisierter Ranke eingerahmt und zeigt in der Mitte ein lateinisches Kreuz mit paarig angeordneten Eckvoluten. Von den vier seitlichen Voluten hängt jeweils eine herzförmige Weintraube herab. Zu beiden Seiten des Kreuzes stehen Pfauen mit einem Kreuz über der Schulter und picken an den Trauben. Die Komposition folgt dem uralten Motiv des von Tieren oder Vögeln flankierten Lebensbaums, wobei hier das Kreuz Christi und der Weinstock zu einer unlösbaren Einheit verschmolzen sind. Die Pfauen, die schon in der frühchristlichen Grabeskunst den Ort der paradiesischen Erquickung symbolisierten, stehen gleichnishaft für die Seelen der Verstorbenen, die durch Christus zum ewigen Leben empor geführt werden. Im linken oberen Zwickel erscheint eine achtblättrige Rosette in einem Kreis, im rechten oberen Zwickel eine Wirbelrosette, beide ebenfalls uralte Zeichen des Lebens. Die figürliche Komposition der Front und die ornamentalen Sinnbilder der drei übrigen Seiten fügen sich stimmig in die Vorstellungswelt des (langobardischen?) Sarkophaginhabers, der seiner Auferstehungshoffnung in einfachen Chiffren sinnfälligen Ausdruck verlieh.


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