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Menasampulle
  • Menasampulle
  • Pilgerandenken
  • Carl Maria Kaufmann (2.3.1872 - 6.2.1951), Ausgräber
  • verbale Datierung: Ende 5. Jahrhundert/Mitte 7. Jahrhundert
  • Entstehungsort stilistisch: Ägypten
    Herkunft (Allgemein): Abu Mina
  • Heller Ton
  • Höhe: 13,8 cm
    Durchmesser: 11 cm
    Dicke: 1,1 cm (trommelförmig)
  • Ident.Nr. 6004
  • Sammlung: Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst | Museum für Byzantinische Kunst
  • © Foto: Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst der Staatlichen Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz
  • Fotograf/in: Antje Voigt
Beschreibung
Neben der Darstellung des heiligen Menas zwischen Kamelen finden sich mitunter auch andere heilige Personen auf Menasampullen (siehe Inv. 6003) abgebildet.
Etliche Exemplare zeigen die frontal stehende, lediglich mit einem Lendenschurz bekleidete Thekla, deren Hände auf den Rücken gebunden sind. Sie wird von zwei Stieren, einer Bärin und – unten rechts – einer Löwin flankiert. Gemäß der Legende sollte die Heilige von diesen Tieren getötet werden, überlebte das Martyrium jedoch auf wunderbare Weise. Die Gegenseite zeigt stets den gleichen Typus der Menasgruppe: Der durch die Beischrift O AΓIOΣ MHNAΣ benannte Heilige ist unnimbiert, die Figuren kennzeichnet eine detailreiche Wiedergabe. Typisch für die Menas-Thekla-Ampullen sind der Verzicht auf ornamentale Rahmungsmotive sowie die vergleichsweise großen Ausmaße der Behältnisse.

(nach J. Witt 1996)


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