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Menasampulle
  • Menasampulle
  • Ampulle
  • verbale Datierung: Ende 5. Jahrhundert/Mitte 7. Jahrhundert
  • Entstehungsort stilistisch: Ägypten
    Herkunft (Allgemein): wohl Abu Mina
  • Heller Ton
  • Höhe: 10,1 cm
    Durchmesser: 7 cm
    Dicke: 2,6 cm (linsenförmig)
  • Ident.Nr. 3417
  • Sammlung: Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst | Museum für Byzantinische Kunst
  • © Foto: Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst der Staatlichen Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz
  • Fotograf/in: Antje Voigt
Beschreibung
Zahlreiche Menasampullen tragen die Darstellung eines nach rechts gewandten Kopfes. Alle Beispiele zeigen den Profilkopf in gleicher Weise mit stark gelocktem Haar und Gesichtszügen, die als negroid bezeichnet werden. Meist ist der Ansatz der Oberbekleidung zu sehen, und mitunter ziert eine Perlenkette den Hals des Dargestellten. Die weitaus häufigste Variante zeigt den Profilkopf umgeben von zwei Perlschnüren, die durch eine Leiste voneinander getrennt sind. Die Gegenseite weist fast ausschließlich die Formel EYΛOΓIA TOY AΓIOY MHNA, »Eulogia des heiligen Menas«, gerahmt von einer Perlschnur mit Zwischenleiste, auf. Sehr selten ist der Profilkopf auf beiden Seiten abgebildet, er ist dann durch eine bzw. mehrere Leisten oder durch einen Kranz eingefasst. Es ist umstritten, ob der Profilkopf den heiligen Menas meint. Dafür könnten einige Ampullen sprechen, die eine frontale Kopfdarstellung mit der Umschrift O AΓIOYΣ MHNAΣ, »Der heilige Menas«, abbilden. Die Befürworter einer Identifizierung des Profilkopfes mit dem heiligen Menas sehen die »negroide Physiognomie« gerne als Hinweis, dass diese Ampullen für afrikanische Pilger geschaffen worden seien. Es bleibt jedoch zu bedenken, dass auf den Ampullen etliche Darstellungsvarianten der Menasgruppe den Heiligen eindeutig mit gelocktem Haar wiedergeben. Dies trifft auch für alle Darstellungen des heiligen Menas in anderen Gattungen zu.


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