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Engel
  • Engel
  • Relief
  • 1. Hälfte 14. Jahrhundert
  • Entstehungsort stilistisch: Westdeutschland (?)
  • Lindenholz
  • Höhe: 9,1 cm
    Breite: 3,5 cm
    Tiefe: 1,5 cm
    Gewicht: 11,9 g
  • Ident.Nr. 8025
  • Sammlung: Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst | Skulpturensammlung
  • © Foto: Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst der Staatlichen Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz
  • Fotograf/in: Antje Voigt
Description
Das kleine Engelsrelief gehört zu insgesamt sieben kleinformatigen Reliefs mit Szenen aus der Kindheitsgeschichte Jesu, die dem Museum 1918 von James Simon geschenkt wurden. Sie sind rückseitig abgeflacht und dürften ursprünglich die Innenseiten zweier Flügel geschmückt haben, mit denen ein Schrein mit Marienfigur verschlossen werden konnte. Für eine Zuordnung des halbfigurigen Engels zu einer Szene mit der Geburt Christi spricht neben kompositorischen Gründen das teilweise abgebrochene Schriftband, auf dem die Anfangsworte des Introitusgesangs zum Hochfest der Geburt Christi „puer natus [est nobis]“ (Jes 9,5) zu lesen waren, die im Hochmittelalter eine zentrale Rolle in der Weihnachtsliturgie einnahmen. Eine kunsthistorische Einordnung der als westdeutsche Krippenfiguren des 13. Jahrhunderts erworbenen, der Forschung bislang völlig unbekannten Werke ist besonders aufgrund auffallender stilistischer Widersprüche zwischen einzelnen Darstellungen sehr problematisch. Da die aufwändige Originalfassung einer Entstehung der Reliefs im 19. Jahrhundert unwahrscheinlich macht, dürfte eher anzunehmen sein, dass ein mittelalterlicher Bildschnitzer unterschiedliche Vorlagen kombinierte. Die Reliefs dienten möglicherweise bei einer Zweitverwendung im 19. Jahrhundert tatsächlich als Krippenschmuck.


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