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Blick in den Ausstellungsbereich "Leben in der Stadt" der Sonderausstellung "Pergamon - Panorama der antiken Metroploe (30.09.2011 - 30.09. 2012)
  • Blick in den Ausstellungsbereich "Leben in der Stadt" der Sonderausstellung "Pergamon - Panorama der antiken Metroploe (30.09.2011 - 30.09. 2012)
  • Raumaufnahme
  • Johannes Laurentius, Fotograf
  • 04.10.2011
  • Foto
  • Ident.Nr. RA_PM_PAN_B2
  • Sammlung: Antikensammlung
  • © Foto: Antikensammlung der Staatlichen Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz
Description
Pergamon als Polis:

Pergamon war königliche Residenz und zugleich eine griechische Polis. Die Stadt besaß eine zivile Verwatungsstruktur sowie die politischen Gremien einer jeden Polis: eine beschlussfassende Volks- und Ratsversammlung. Wie in jeder griechischen Polis hatten nur männliche Vollbürger, der pergamenische Demos, Mitspracherecht; ihre Frauen, Unfreie und in der Stadt wohnende Fremde waren von Ämtern und Volksversammlung ausgeschlossen. Neben dem königlichen gab es ein städtisches Münzrecht; nach dem gerade amtierenden hohen städtischen Beamten, dem eponymen Prytanen und nicht nach dem König erhielt das Jahr seinen Namen. Die Könige respektierten das Polisideal ihrer Untergebenen, ließen aber keine Konkurrenz neben sich zu - die städtische Ämterhierarchie war der königlichen Verwaltung untergeordnet. Lange Zeit konnten die Bürger nur indirekt, über die Erfolge des Königs und ihm bzw. dem Herrscherhaus nahe stehender Personen, öffentlich in Erscheinung treten. Erst unter Attalos III. (138–133 v.Chr.) erstarkte das bürgerliche Selbstbewusstsein und der Demos tritt als gleichwertiger Partner dem König gegenüber.


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