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Jüdisches Goldglas
  • Jüdisches Goldglas
  • Goldglas (Fragment)
  • Pollak, Ludwig, Vermittler oder Veräußerer
  • verbale Datierung: 1. Hälfte 4. Jahrhundert
  • Herkunft (Allgemein): vermutlich Vigna Randanini
    Entstehungsort stilistisch: Rom
  • Goldfolie und Glas
  • 10,5 x 1 cm
  • Ident.Nr. 6700
  • Durch Ludwig Pollak erworben und 1912 als anonyme Schenkung in die Sammlung gelangt.
  • Sammlung: Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst | Museum für Byzantinische Kunst
  • © Foto: Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst der Staatlichen Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz
  • Fotograf/in: Schilling-Colden, Priska
Beschreibung
Zu den zahlreich erhaltenen Goldglasböden aus Rom zählen auch einige wenige Stücke mit jüdischem Bilddekor.
Das von einem Bogenfries mit abstehenden Halbkreisfüllungen gerahmte Bildfeld wird von einem Zwischenstreifen horizontal halbiert. In der oberen Hälfte ist ein geöffneter Thora-Schrein dargestellt, der den Blick auf die Schriftrollen freigibt. Er wird seitlich von je einer Menorah flankiert, auf deren Armen Öllampen stehen. Oberhalb der Leuchter ist jeweils ein Palmwedel angedeutet. Die jüdischen Kultgeräte Schofar, Ethrog und Lulaw sowie eine Amphora ergänzen die Bildgestaltung. Eine Inschrift leitet in die untere Bildhälfte ein: SALBO DOMINO VITALE | CVM COIVGE ET FILIOS | IPSORV FELIX BENER | I | V | S Dabei scheint der Name BENERIVS aus Platzgründen auf vier Zeilen verteilt zu sein. Unter dem Text lädt ein halbkreisförmig um einen runden Tisch angeordnetes Polster zum Verweilen ein. Der Tisch ist mit einer Schüssel gedeckt, auf der ein Fisch liegt. Blattmotive in den Zwickeln schmücken den Speiseraum festlich.


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