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Wasserhund
  • Wasserhund
  • Zeichnung
  • Hans Verhagen der Stomme (1540/1545), Zeichner
  • 3. Viertel 16. Jahrhundert
  • Aquarell und Deckfarben auf Papier
  • Blattmaß: 25,2 x 36,5 cm
  • Ident.Nr. KdZ 26223
  • Sammlung: Kupferstichkabinett
  • © Foto: Kupferstichkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz
  • Fotograf/in: Dietmar Katz
Beschreibung
Einen sich bewegenden Hund in ähnlicher Detailgenauigkeit mit dem Auge zu erfassen, wie ihn uns der Maler hier präsentiert, erscheint unmöglich. Auf Samtpfoten schreitet dieses wunderschöne Exemplar eines Wasserhundes durch das Bild. Mit einer kaum sichtbaren, hauchdünnen Linie sind die Umrisse des Tieres angelegt, die braunen Flecken des Fellmusters wurden anschließend laviert, während an den hellen Stellen das Papier sichtbar bleibt. Darüber hat der Künstler mit feinsten Pinselstrichen das langhaarige Fell des Hundes gelegt. Minutiös gibt er jedes einzelne Haar wieder. Das Bild zeigt eine von 20 Tierdarstellungen von Hans Verhagen, die das Kupferstichkabinett aufbewahrt. Ursprünglich müssen sie, in Büchern gebunden, Teil einer Sammlung zoologischer Tierdarstellungen gewesen sein (Dreyer 1986/87, S. 115). Sie sind Zeugnis eines umfassenden Interesses an der Erforschung der Tier-und Pflanzenwelt im 16. Jahrhundert. Mit der Beschriftung „CAN. AQVATICVS. Un chien d’eau.“ (Wasserhund) wird der dargestellte Hund als typischer Vertreter einer Gruppe von Jagdhunden bezeichnet, die beim Fischfang eingesetzt wurden.

Text: Lydia Rosía Dorn in: Wir kommen auf den Hund. Werke aus fünf Jahrhunderten von Dürer bis Dieter Roth. Eine Sommerausstellung im Kupferstichkabinett, hg. von Hein-Th. Schulze altcappenberg und Lydia Rosía Dorn, Berlin/Petersberg 2015, S. 18.


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