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Fragment eines Sarkophag-Deckels
  • Fragment eines Sarkophag-Deckels
  • Sarkophag (Fragment)
  • 1. Hälfte 4. Jahrhundert
  • Fundort: unbekannt
    Erwerbungsort: Rom
    Entstehungsort stilistisch: Stadtrömische Werkstatt
  • Marmor
  • 12,2 x 18,5 x 8,9 cm
  • Ident.Nr. 11611
  • 1913 von Ludwig Pollak in Rom angekauft.
  • Sammlung: Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst | Museum für Byzantinische Kunst
  • © Foto: Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst der Staatlichen Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz
  • Fotograf/in: Ingrid Geske
Beschreibung
Multimedia
Das Fragment wird von der Deckelleiste eines Sarkophags stammen, da die Rückseite recht sorgfältig geglättet ist.
Erhalten sind drei Figuren vom Kopf an bis auf Brusthöhe. Die linke der drei stellt den bärtigen Apostel Petrus dar. Trotz der Bruchstückhaftigkeit ist zu erkennen, dass er seinen rechten Arm ausstreckte, vermutlich um mit einem Stab Wasser aus dem Felsen des Kerkers zu schlagen, in dem er gefangen gehalten wurde und um seine Wächter mit dem Wasser zu taufen (sog. Quellwunder Petri).
Die beiden rechten Figuren gehören zu der Verhaftungsszene Petri, die zeitlich vor dem Quellwunder stattgefunden hat. Dabei ist der linke der beiden Dargestellten durch seine Kopfbedeckung als Soldat zu identifizieren. Er hindert mit seiner rechten Hand Petrus, die ganz rechte Figur, am Fortgehen.
Mit der Wahl der Quellwunderszene könnte der Verstorbene einen Hinweis auf seine eigene Taufe und seine damit verbundene Auferstehungshoffnung gegeben haben.
(Ehler 2016)


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