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Padischah-Wirkerei
  • Padischah-Wirkerei
  • Wirkerei (Flachgewebe)
  • Ende 16. Jahrhundert
    Datierung engl.: late 16th century
  • Herkunft (Allgemein): Iran (Land)
    Herkunft (Allgemein): Kaschan (Ort)
  • Kette: Seide, ca. 105 Fäden pro 10 cm; Schuss: Seide, Metallfäden, ca 240 Schussfäden pro 10 cm; teilweise bis zu 480 Schussfäden pro 10 cm
  • Höhe: 226 cm
    Breite: 136 cm
  • Ident.Nr. I. 2577
  • Sammlung: Museum für Islamische Kunst
  • © Foto: Museum für Islamische Kunst der Staatlichen Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz
  • Fotograf/in: Johannes Kramer
Beschreibung
Multimedia
Vollständig erhaltener dünner Teppich. Auf einem weißen Grund des Feldes ist zentral ein grün-grundiges spitzovales Medaillon zu erkennen, in dem eine fliegender Phönix und ein Drache dargestellt sind, die von Blumenstauden und Pflanzen umgeben sind. Die Spitzen des Medaillons werden durch eine querformatige Kartusche und einen schildförmigen Anhänger verlängert. Die Zwickel bestehen aus jeweils einem Viertel-Medaillon mit der Form des zentralen Medaillons und sind jeweils mit einem dunkelblauen Fabelwesen auf rotem Grund gefüllt. Der weiße Zwischenraum ist mit einer filigranen Blütenranke versehen, die aus Rosett- und Palmettblüten besteht. Vier Fasane sind zwischen der Ranke abgebildet. Vier angeschnittene querformatige Kartuschen weisen das Wort Padischah auf, welches eine Bezeichnung für den persischen Kaiser, bzw. Fürsten war. Es kann daher als prestigeträchtiges königliches Geschenk gedient haben. Das Feld ist von einer Hauptbordüre umfasst, die aus Kartuschen mit Raubkatzendarstellungen und Vierpassmedaillons mit Fratzen verziert ist. Kartuschen und Medaillons wechseln sich ab und sind von Blütenranken umgeben. Die Nebenbordüren sind mit Blättern und Blüten versehen.
Anders als bei den Knüpfteppichen besitzt dieser Teppich keinen Flor, also keine Knoten. Die Technik wird als Wirkerei bezeichnet, da die Schüsse verzahnt werden und die Konturen daher mit etwas Abstand leicht unscharf wirken.
Der Teppich stammt aus dem Besitz der Kaiserin Friedrich, vormals Prinzessin Victoria von Großbritannien (1840 -1901).


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