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  • Medaillon-Uschak (Uschak-Teppich)
  • 1. Hälfte 17. Jahrhundert
    Datierung engl.: 1st half of the 17th century
  • Herkunft (Allgemein): Polen (Land)
  • Kette: Wolle; Schuss: Wolle; Knoten: Wolle, symmetrisch, V 29, H 26 pro 10 cm
  • Höhe: 363 cm
    Breite: 197 cm
  • Ident.Nr. I. 4928
  • Sammlung: Museum für Islamische Kunst
  • © Foto: Museum für Islamische Kunst der Staatlichen Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz
  • Fotograf/in: Christian Krug
Description
Multimedia
Fast vollständig erhaltener Medaillon-Teppich. Ein großes spitzovales blaues Medaillon mit schlangenförmigem Rand liegt auf dem rotgrundigen Mittelfeld; es ist mit Blüten- und Blattranken dicht gefüllt. In seinem Zentrum liegt ein kleineres rotgrundiges Medaillon, das aus gelb konturierten Gabelblattranken gebildet wird und mit Kelchblüten und blauen Ranken gefüllt ist. Auch der rote Teppichgrund ist mit blauen Ranken versehen. In den Ecken erscheinen Viertelmedaillons in Form von achtstrahligen Sternen mit Anhängern. Während die Viertelmedaillons unten einen dunklen Grund haben, sind die oberen überwiegend hellrot. Die Hauptbordüre ist mit einer Blütenranke auf dunkelblauem Grund versehen. Oben ragen in der Mitte aus dem Mittelfeld in die Bordüre ein Wappen und die Initialen CW hinein. Das Wappen wurde als das des Christoph Wiesiolowski identifiziert, der 1635 zum Großmarschall von Litauen ernannt worden war und offenbar etliche lokal hergestellte Teppiche „nach türkischem Muster“ besaß. Zusätzlich sprechen Muster- und Farbdetails sowie die sonst unübliche grobe Wolle dafür, die Herkunft des Teppichs in Polen anzunehmen. Der Teppich wurde entgegen der Musterausrichtung geknüpft.


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