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  • Fragment (Schale)
  • 901 - 1200
    Datierung engl.: 10th - 12th century
  • Herkunft (Allgemein): Irak (Land)
    Fundort: Ktesiphon (Ort)
  • Irdenware, weiße Glasur und gelbbraune Lüsterbemalung
  • Länge: 2,9 cm
    Breite: 3,2 cm
  • Ident.Nr. Kt I. 385.55
  • Sammlung: Museum für Islamische Kunst
  • © Foto: Museum für Islamische Kunst der Staatlichen Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz
  • Fotograf/in: Johannes Kramer
Beschreibung
Multimedia
Drei Scherben aus fein geschlämmter, hart gebrannter Irdenware mit gelbbrauner Lüsterbemalung auf weißer Glasur. Die Glasur und die durch enthaltene Metalloxide leicht golden schimmernde Bemalung wurden in zwei Brenndurchgängen im Töpferofen gebrannt und verschmolzen miteinander. Es handelt sich um eine Wandscherbe mit Ansatz eines Standrings und eine Randscherbe mit verdicktem und leicht ausgestelltem Rand von Schalen bzw. sogar von einer Schale sowie eine Wandscherbe eines geschlossenen Gefäßes wie etwa eines Kruges. Die Schalenfragmente sind beidseitig dekoriert, der Krug nur außen. Während Kt.I 385.54 nur noch bogenförmige Bestandteile des flächigen Dekors erkennen lässt, wird auf der Innenseite von Kt.I 385.55 an einem ausgesparten Auge und einer kleinen Haube deutlich, dass hier ein Vogel im Schalenspiegel dargestellt war. Auf Kt.I 385.56 sind vom Lüsterornament nur eine Linie und Teile abstrahierten, wohl floralen Dekors erkennbar. Die bei der Untersuchung eines Hauses der Islamischen Siedlung Salman Pak im Stadtgebiet Ktesiphons geborgenen Fragmente gehören zu einer entwickelten Form fatimidenzeitlicher Produktion der Lüsterware, die bereits im 9. Jh. im irakischen Raum entstand.


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