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Loos, Daniel Friedrich: 100 Jahre Königswürde in Preußen
  • Loos, Daniel Friedrich: 100 Jahre Königswürde in Preußen
  • Medaille
  • 1801
  • Land: Deutschland (Land)
    Region: Brandenburg (Region)
    Münzstätte/Ausgabeort: Berlin
  • Material: Silber, Herstellungsart: geprägt
  • Gewicht: 71,4 g
    Durchmesser: 56 mm
  • Ident.Nr. 18214500
  • Sammlung: Münzkabinett | Medaillen | Brandenburg-Preußen (1500 bis 1918)
  • © Foto: Münzkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz
  • Fotograf/in: Lutz-Jürgen Lübke (Lübke und Wiedemann)
Beschreibung
Vorderseite: FRIED I FR WILH I FRIEDR II FR WILH II FR WILH III. Oben herum die Namen der ersten fünf preußischen Könige. Unter einem strahlenden Stern deren nach links gestaffelte Brustbilder. Unten rechts die Medailleursignatur F LOOS.

Rückseite: MIT NEUEM GLANZ - UND NEUEM GLÜCK // DEN 18 JANUAR / 1801. Helios im Vierergespann, mit Fackel auf den Wassermann im Tierkreis weisend. Vor ihm schweben Phosphoros und die blumenstreuende Eos nieder. Ihm zur Seite die drei Horen, die erste reicht der sitzenden Borussia einen Kranz.

Kommentar: Anlässlich der Jahrhundertfeier der Königswürde in Preußen am 18. Januar 1801. Vgl. hier Objektnummer 18205728. Unter dem 15. Januar 1801, also drei Tage vor dem Krönungsjubiläum, unterbreitete der Hofmedailleur (Daniel) Loos Ideen zu zwei Jubiläumsmedaillen. Seine eigene Beschreibung zur Rückseite lautet: 'Apoll, das Symbol der Sonne, von den Horen begleitet, steigt in seinem von 4 Pferden gezogenen Wagen aus dem Ocean heraus und zeigt mit der Fackel auf den Thierkreis, und nämentlich auf das Zeichen des Januars, des Wassermanns, als den Monat der Krönung. Vor ihm schwebt Aurora, welche Blumen streuet und Phosphorus, der Morgenstern, gehet unter. Eine von den Horen, die Göttin des Friedens Eirene, krönt Preußen mit dem Kranze des Friedens. Die Göttin Preußens an ihrem Wappenschild kenntlich, hält die rechte Hand dankbar zur Gottheit empor für die ihr geschenkten Gaben des Überflusses und den schönen Folgen eines friedfertigen Staates, deren Symbol sie in dem Füllhorn in der linken Hand hält ...'. Abgesehen von der gegenüber Abrahams Entwurf späten Vorlage dürfte dem König die allegorische und mythologisch reichlich beladene Komposition etwas sehr bemüht gewesen sein. So hat Loos die Medaille seines Sohnes wohl kommerziell vertreiben dürfen, zur offiziellen Vergabe gelangte sie jedoch nicht.

Literatur: H. Bolzenthal, Denkmünzen zur Geschichte des Königs Friedrich Wilhelm III. ²(1841) Nr. 32; J. Menadier, Schaumünzen des Hauses Hohenzollern (1901) Nr. 373 (dieses Stück); K. Sommer, Die Medaillen des königlich Preußischen Hof-Medailleurs Daniel Friedrich Loos und seines Ateliers (1981) A 76; W. Steguweit - B. Kluge, Suum cuique. Medaillenkunst und Münzprägung in Brandenburg-Preußen (2008) Nr. 123 (dieses Stück).

Weitere Informationen zum Objekt finden Sie hier: http://ikmk.smb.museum/object?id=18214500


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