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Kroton
  • Kroton
  • Münze
  • ca. 425-350 v. Chr.
  • Land: Italien (Land)
    Region: Bruttium (Region)
    Münzstätte/Ausgabeort: Kroton
  • Nominal: Stater, Material: Silber, Stempelstellung: 9, Herstellungsart: geprägt
  • Gewicht: 7,75 g
    Durchmesser: 23 mm
  • Ident.Nr. 18214781
  • Sammlung: Münzkabinett | Antike | Griechen, Archaik und Klassik (-650 bis -336)
  • © Foto: Münzkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz
  • Fotograf/in: Dirk Sonnenwald
Beschreibung
Vorderseite: ΟΣΚΣMΤΑM [Σ statt I, M statt Σ]. Herakles sitzt nackt in Dreiviertelansicht nach l. auf dem über einen Fels gebreiteten Löwenfell. Daran lehnt r. sein Köcher und Bogen. Mit der l. Hand stützt er sich auf seine Keule, in der r. Hand hält er einen Zweig über einen ...

Rückseite: KPOT[ON]. Dreifuß, r. davon die mehrfach gewundene Pythonschlange, l. steht Apollon mit einem Hüftmantel bekleidet und spannt seinen Bogen in ihre Richtung.

Kommentar: Die Vorderseiteninschrift verweist auf den dargestellten Herakles als mythischen Gründer (oikistes) der Stadt. Die Rückseite, welche Apollon im Kampf mit der Pythonschlange zeigt, bezieht sich auf Delphi. Die Gründung von Kroton erfolgte im 8. Jh. v. Chr. auf Geheiß eines delphischen Orakelspruchs. Die genaue Datierung der unteritalischen Münzprägung ist speziell im 4. und 3. Jh. v. Chr. schwierig und umstritten. Für diesen Zeitraum fehlen häufig historische Fixpunkte, an welchen man die Datierung festmachen könnte. Leichte Schwankungen, um etwa 10 Jahre, in der Datierung ergeben sich häufig durch unterschiedliche Bewertung des Prägeaufkommens und der Datierung einiger Hortfunde.

Literatur: F. Imhoof-Blumer - O. Keller, Tier- und Pflanzenbilder auf Münzen und Gemmen des klassischen Altertums (1889) 73 Taf. 12, 26 (dieses Stück, Rs. in Abb.); K. Regling, Die antike Münze als Kunstwerk (1924) Nr. 517 Taf. 24 (dieses Stück); P. R. Franke - M. Hirmer, Die griechische Münze ²(1972) 76 Nr. 267 Taf. 93 (dieses Stück); Schultz (1997) Nr. 121 (dieses Stück, um 420-400 v. Chr.); SNG Lloyd Nr. 610; C. M. Kraay, Archaic and Classical Greek Coins (1976) 181 Nr. 629 Taf. 36 (ca. 420 v. Chr.); N. K. Rutter, Historia Numorum. Italy (2001) 170 Nr. 2140 (425-350 v. Chr.).

Weitere Informationen zum Objekt finden Sie hier: https://ikmk.smb.museum/object?id=18214781


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