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Tiberius
  • Tiberius
  • Münze
  • Gaius Iulius Caesar (Octavianus), seit 27 v. Chr. Augustus, Antike Herrscherprägung, Münzherr
  • 8-14 n. Chr.
  • Land: Frankreich (Land)
    Region: Gallia (Region)
    Münzstätte/Ausgabeort: Lyon
  • Nominal: As, Material: Bronze, Stempelstellung: 12, Herstellungsart: geprägt
  • Gewicht: 8,82 g
    Durchmesser: 24 mm
  • Ident.Nr. 18215346
  • Sammlung: Münzkabinett | Antike | Römische Kaiserzeit (-30 bis 283)
  • © Foto: Münzkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz
  • Fotograf/in: Reinhard Saczewski
Beschreibung
Vorderseite: [TI CAESAR AV]GVS[T F] IMPERAT [...] [Iterationsziffer nicht erhalten]. Kopf des Tiberius mit Lorbeerkranz (?) nach r. Auf dem Hals ein rechteckiger Gegenstempel TIB.

Rückseite: [ROM ET] AVG. Altar der Roma und des Augustus, flankiert von Säulen mit Victorien. Altarfront mit Eichenkranz (corona civica) zwischen Lorbeerzweigen und männlichen Gestalten (Lares?) dekoriert. Darüber ein rechteckiger Gegenstempel AVG.

Kommentar: Angesichts der schlechten Erhaltung der Münze ist nicht sicher zu entscheiden, ob Tiberius hier mit oder ohne Lorbeerkranz dargestellt ist. Auch ist die imperatorische Akklamation (V, VI oder VII) nicht erhalten). Beide Gegenstempel TIB und AVG verweisen in die Regierungszeit des Kaisers Tiberius [Martini (2003) 48 ff. 96]. - Durch Livius, Periochae 139 wird überliefert, dass, nachdem Nero Claudius Drusus den Aufruhr in Gallien beigelegt hatte, er 12 v. Chr. einen Altar für Roma und Augustus am Zusammenfluss von Rhone und Saône in Lugdunum weihte. Von Sueton, Claudius 2,1 wird zudem der 1. August als Datum genannt, der Tag an dem auch Kaiser Claudius Geburtstag hatte. Die Rückseite der Münze gibt mit der Bürgerkrone (corona civica) und den Lorbeerbäumen Ehrungen für Augustus wieder, die ihm 27 v. Chr. zuteil wurden. Deshalb sind die beiden Figuren auf dem Altar als Laren anzusprechen, die in der Selbstdarstellung des Augustus häufiger auftreten.

Literatur: Vgl. H. Willers, Die Münzen der römischen Kolonien Lugudunum, Vienna, Cabellio und Nemausus, Numismatische Zeitschrift 1902, 79-138. 96 Nr. 16 (10-12 n. Chr.); 97 Nr. 20 (12-14 n. Chr.); BMCRE I 96 Nr. 585-587 (Nr. 587 mit den gleichen Gegenstempeln, 12-14? n. Chr.); RIC I² Nr. 238 a (8-10 n. Chr.), Nr. 245 (ab 12 n. Chr.); J.-B. Giard, Le Monnayage de l'Atelier de Lyon. Des origines au règne de Caligula (43 avant J.-C. - 41 après J.C.) (1983) 111 Nr. 109 (10 n. Chr.); 112 Nr. 114 (13 n. Chr.); BNat I³ Nr. 1760 (10 n. Chr.), Nr. 1769-1795 (ab 13 n. Chr.); M. Amandry - S. Estiot - G. Gautier, Le monnayage de l'Atelier de Lyon (43 av. J.-C. - 413 apr. J.-C.). Supplément II (2003) 17. - Zu den Gegenstempeln siehe R. Martini, Collezione Pangerl. Contromarche Imperiali Romane (Augustus-Vespasianus). Nomismata 6 (2003) 48 ff. 96; RIC I² 10 f.

Weitere Informationen zum Objekt finden Sie hier: http://ikmk.smb.museum/object?id=18215346


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