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Prager Groschen: Gegenstempel Lippstadt, Korbach
  • Prager Groschen: Gegenstempel Lippstadt, Korbach
  • Münze
  • Wenzel II. (1363-1419), seit 1363 als Wenzel IV. König von Böhmen, von 1376-1400 König des Heiligen Römischen Reiches, 1373-1378 Kurfürst von Brandenburg, Königtum (MA/NZ), Münzherr
  • ca. 1378-1450
  • Land: Tschechische Republik (Land)
    Region: Böhmen (Region)
    Münzstätte/Ausgabeort: Kuttenberg (Kutná Hora)
    Fundort: Deutschland (Land)
    Fundort: Hassel (bei Cappenberg) (Ort)
  • Nominal: Prager Groschen, Material: Silber, Herstellungsart: geprägt
  • Gewicht: 2,56 g
    Durchmesser: 27 mm
  • Ident.Nr. 18215494
  • Sammlung: Münzkabinett | Mittelalter | Spätmittelalter (1251 bis 1500)
  • © Foto: Münzkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz
  • Fotograf/in: Lutz-Jürgen Lübke (Lübke und Wiedemann)
Description
Vorderseite: [+ WENCEZLAVS TERCIVS / + DEI GRATIA REX BOEMIE]. Krone umgeben von doppeltem Schriftkreis. Gegenstempel halber Stern.

Rückseite: [GROSSI PRAGENSES]. Böhmischer Löwe nach links. Gegenstempel Doppelrosette.

Kommentar: Die Prager Groschen König Wenzels IV. von Böhmen (1378-1419) sind durch deutsche Städte in großer Zahl gegengestempelt (kontermarkiert) worden (Niedersachsen, Westfalen, Hessen, Thüringen, Schwaben, Bayern). Damit wurden durch die Städte im zweiten und dritten Viertel des 15. Jh. angesichts eines knappen Münzgeldbestandes ältere (bessere) Prager Groschen mit bestimmter Wertfestlegung im Verkehr zugelassen. Durch die Gegenstempel (Kontermarken) sind die Prager Groschen deformiert und durch die lange Zirkulationszeit so schlecht erhalten, dass eine genaue numismatische Bestimmung unmöglich ist. Zu den Varianten der Prager Groschen Wenzels IV. s. J. Hána, Pražské groše Václava IV. z let 1378-1419 (2003). - Dieses Stück ist zuerst in Korbach (halber Stern), danach in Lippstadt (Doppelrosette) gegengestempelt worden. Die Münze stammt aus dem bedeutendsten deutschen Fund gegengestempelter Prager Groschen, der 1865 in Hassel bei Cappenberg, Kr. Unna, in Westfalen gehoben wurde.

Literatur: H. Krusy, Der Münzfund von Hassel bei Kappenberg, Jahrbuch des Vereins für Orts- und Heimatkunde in der Grafschaft Mark 55, 1952, 14 Nr. 71 (dieses Stück); H. Krusy, Gegenstempel auf Münzen des Spätmittelalters (1974) 147 Nr. K 6, 10 b (Korbach), 159 Nr. L 3, 21 i (Lippstadt).

Weitere Informationen zum Objekt finden Sie hier: https://ikmk.smb.museum/object?id=18215494


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