SMB-digital

Online collections database

Henke, Johannes: Heinrich von Kleist
  • Henke, Johannes: Heinrich von Kleist
  • Medaille
  • 1977
  • Land: Deutschland (Land)
    Region: Brandenburg (Region)
    Münzstätte/Ausgabeort: Berlin
  • Material: Biskuitporzellan, Stempelstellung: 12, Herstellungsart: gegossen
  • Gewicht: 61,26 g
    Durchmesser: 81 mm
  • Ident.Nr. 18216158
  • Sammlung: Münzkabinett | Medaillen | 20. Jh. bis heute (1900 bis heute)
  • © Foto: Münzkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz
  • Fotograf/in: Dirk Sonnenwald
Description
Vorderseite: Büste Heinrich von Kleists in Frontalansichtnach links, der Kopf ist in das Dreiviertelprofil gedreht.

Kommentar: Hergestellt von der Königlichen Porzellan-Manufaktur (KPM) in Berlin. - Heinrich von Kleist (1777-1811) war ein bekannter deutscher Dichter. Sein Werk lässt sich nur schwer einer literarischen Epoche zuordnen, da es in Problemstellungen und Artifizialität der Sprache bereits auf die Moderne verweist. Am Anfang seiner Werke steht das tief pessimistische Trauerspiel 'Die Familie Schroffenstein' (1803); es folgten die beiden Lustspiele 'Amphitryon' (1807) und 'Der zerbrochne Krug' (1811), das Schauspiel 'Penthesilea' (1808) und das Ritterstück 'Käthchen von Heilbronn' (1810), die gegen Napoleon I. gerichtete 'Hermannsschlacht' (1808), das Preußendrama 'Prinz Friedrich von Homburg' (1809-1811, posthum herausgegeben 1821). Daneben schrieb Kleist in knapper, realistischer Art 'Erzählungen' (1810/11) um menschliche Konflikte ('Michael Kohlhaas', 'Die Marquise von O...', 'Das Erdbeben in Chili') sowie Abhandlungen, Anekdoten und Gedichte. Zur damaligen Zeit stießen seine Werke teilweise auf negative Resonanz bei Publikum und Kritik. Heinrich von Kleist erschoss sich am Morgen des 21. November 1811 am Ufer des Kleinen Wannsees in Berlin, gemeinsam mit seiner Freundin Henriette Vogel. Erst drei Generationen später wurde Kleists wegweisendes Schaffen gewürdigt; einer der angesehensten deutschen Literaturpreise (1911 eingerichtet) ist nach ihm benannt. Träger des Kleist-Preises waren u. a. Bertolt Brecht (1922), Robert Musil (1923), Ödön von Horváth (1931) und Alexander Kluge (1985). - Die Medaille entstand anlässlich des 200. Geburtstages von Heinrich von Kleist nach einer Illustration von Peter Friedel, die der Dichter 1801 für seine Verlobte Wilhelmine von Zenge anfertigen ließ.

Literatur: Medaillenkabinett. Mitteilungsblatt der Deutschen Medaillengesellschaft e. V. Köln 3, 1978, 18; B. Weisser, Das Medaillenwerk von Johannes Henke, in: G. Dethlefs u.a. (Hrsg.), Westfalia Numismatica 2013. Festschrift zum 100jährigen Bestehen des Vereins der Münzfreunde für Westfalen und Nachbargebiete (2013) 396-398 Nr. 33 (diese Medaille).

Weitere Informationen zum Objekt finden Sie hier: http://ikmk.smb.museum/object?id=18216158


SMB-digital is licensed under a Creative Commons Attribution-NonCommercial-ShareAlike 3.0 Germany License.
Permissions beyond the scope of this license may be available at www.bpk-bildagentur.de.