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Henke, Johannes: Heinrich von Kleist
  • Henke, Johannes: Heinrich von Kleist
  • Medaille
  • 1982
  • Land: Deutschland (Land)
    Region: Brandenburg (Region)
    Münzstätte/Ausgabeort: Berlin
  • Material: Bronze, Herstellungsart: gegossen
  • Gewicht: 356 g
    Durchmesser: 110 x 105 mm
  • Ident.Nr. 18216313
  • Sammlung: Münzkabinett | Medaillen | 20. Jh. bis heute (1900 bis heute)
  • © Foto: Münzkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz
  • Fotograf/in: Reinhard Saczewski
Description
Vorderseite: HEINRICH - VON KLEIST. Kopf von Heinrich von Kleist in der Frontalansicht.

Rückseite: Aufrecht stehender Lorbeerzweig. Unten die Signatur jh / 82.

Kommentar: Guss, zweiseitig, hellbraun patiniert. - Heinrich von Kleist (1777-1811) war ein bekannter deutscher Dichter. Sein Werk lässt sich nur schwer einer literarischen Epoche zuordnen, da es in Problemstellungen und Artifizialität der Sprache bereits auf die Moderne verweist. Am Anfang seiner Werke steht das tief pessimistische Trauerspiel 'Die Familie Schroffenstein' (1803); es folgten die beiden Lustspiele 'Amphitryon' (1807) und 'Der zerbrochne Krug' (1811), das Schauspiel 'Penthesilea' (1808) und das Ritterstück 'Käthchen von Heilbronn' (1810), die gegen Napoleon I. gerichtete 'Hermannsschlacht' (1808), das Preußendrama 'Prinz Friedrich von Homburg' (1809-1811, posthum herausgegeben 1821). Daneben schrieb Kleist in knapper, realistischer Art 'Erzählungen' (1810/11) um menschliche Konflikte ('Michael Kohlhaas', 'Die Marquise von O...', 'Das Erdbeben in Chili') sowie Abhandlungen, Anekdoten und Gedichte. Zur damaligen Zeit stießen seine Werke teilweise auf negative Resonanz bei Publikum und Kritik. Heinrich von Kleist erschoss sich am Morgen des 21. November 1811 am Ufer des Kleinen Wannsees in Berlin, gemeinsam mit seiner Freundin Henriette Vogel. - Erst drei Generationen später wurde Kleists wegweisendes Schaffen gewürdigt. Einer der angesehensten deutschen Literaturpreise (1911 eingerichtet) ist nach ihm benannt. Träger des Kleist-Preises waren u. a.: Bertolt Brecht (1922), Robert Musil (1923), Ödön von Horváth (1931) und Alexander Kluge (1985).

Literatur: W. Steguweit, Das Menschenbild auf Medaillen des 20. Jahrhunderts. Sammlung Marzinek. Das Kabinett 1 (1994) 39 Nr. 76; XIX Congresso F.I.D.E.M. Firenze 1983, 149 Nr. 591 mit Abb.; B. Weisser, Das Medaillenwerk von Johannes Henke, in: G. Dethlefs u.a. (Hrsg.), Westfalia Numismatica 2013. Festschrift zum 100jährigen Bestehen des Vereins der Münzfreunde für Westfalen und Nachbargebiete (2013) 387-389 Nr. 74 (diese Medaille).

Weitere Informationen zum Objekt finden Sie hier: https://ikmk.smb.museum/object?id=18216313


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