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Kos
  • Kos
  • Münze
  • ca. 460-440 v. Chr.
  • Land: Griechenland (Land)
    Region: Karische Inseln (Region)
    Münzstätte/Ausgabeort: Kos
  • Nominal: Tridrachme, Material: Silber, Stempelstellung: 3, Herstellungsart: geprägt
  • Gewicht: 16,55 g
    Durchmesser: 25 mm
  • Ident.Nr. 18216537
  • Sammlung: Münzkabinett | Antike | Griechen, Archaik und Klassik (-650 bis -336)
  • © Foto: Münzkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz
  • Fotograf/in: Reinhard Saczewski
Beschreibung
Vorderseite: ΚΩΣ. Diskuswerfer in Vorbereitung seines Wurfes. Im l. F. ein Dreifuß.

Rückseite: Unregelmäßig gefülltes Quadratum incusum, in dessen Mitte eine Krabbe.

Kommentar: Barron (1968) beschreibt bei diesem Vorderseitenstempel von Anfang an einen großen runden Bruch im l. Bereich des Stempels. - Das Vorderseitenbild zeigt einen Diskuswerfer in der Vorbereitung seines Wurfs. Er hat sein ganzes Gewicht auf das r. Bein verlagert, vom l. Fuß berühren nur die Zehenspitzen den Boden. Der Oberkörper ist nach r. gedreht, die r. Hand hält hinter dem Kopf den Diskus, den die l. Hand gerade losgelassen hat. Diese Körperdrehung ist notwendig, um für den Wurf möglichst viel Schwung zu erlangen. Für den Wurf wird der Athlet in einer Drehung um die eigene Achse das Gewicht dann vom r. auf den l. Fuß verlagern. Der Dreifuß im Hintergrund kann als Hinweis auf einen athletischen Wettkampf verstanden werden, da Dreifüße in der archaischen Zeit als Siegespreis bei solchen Spielen dienten. Eventuell wollte Kos auf einen Sieg bei den Spielen des Apollon von Triopion anspielen, an denen nur die Städte der dorischen Pentapolis (Knidos, Kos, Ialysos, Kamiros und Lindos) teilnehmen durften.

Literatur: F. Imhoof-Blumer, Monnaies Grecques (1883) 318 Nr. 98 (dieses Stück); K. Regling, Die antike Münze als Kunstwerk (1924) Nr. 310 Taf. 13 (dieses Stück); J. P. Barron, The Fifth-Century Diskoboloi of Kos, in: C. M. Kraay - G. K. Jenkins (Hrsg.), Essays in Coinage presented to S. Robinson (1968) 75 ff. 79 Nr. 8bis d Taf. 8 (dieses Stück); Schultz (1997) Nr. 100 (dieses Stück, um 460 v. Chr.); C. M. Kraay, Archaic and Classical Greek Coins (1976) 245 Nr. 938 Taf. 55 (um 470 v. Chr.).

Weitere Informationen zum Objekt finden Sie hier: https://ikmk.smb.museum/object?id=18216537


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