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Bundesrepublik Deutschland: 1966 Leibniz
  • Bundesrepublik Deutschland: 1966 Leibniz
  • Münze
  • 1966
  • Land: Deutschland (Land)
    Region: Bayern (Region)
    Münzstätte/Ausgabeort: München
  • Nominal: 5 Deutsche Mark, Material: Silber, Stempelstellung: 12, Herstellungsart: geprägt
  • Gewicht: 11,23 g
    Durchmesser: 29 mm
  • Ident.Nr. 18216588
  • Sammlung: Münzkabinett | Neuzeit | Deutschland Gedenkmünzen 20.-21. Jh. (1901 bis heute)
  • © Foto: Münzkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz
  • Fotograf/in: Dirk Sonnenwald
Description
Vorderseite: GOTTFRIED WILHELM LEIBNIZ - 1646 - 1716. Frontales Brustbild des Gottfried Wilhelm Leibniz mit Perücke.

Rückseite: 5 DEUTSCHE MARK - BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND -/ 19-66. Bundesadler. Münzstättenkürzel D für München.

Rand: MAGNUM TOTIUS GERMANIAE DECUS

Kommentar: Gedenkmünze zum 250. Todestag von Gottfried Wilhelm Leibniz (1646-1716). - Gottfried Wilhelm Freiherr von Leibniz, Universalgelehrter, war zunächst Jurist, wandte sich später der Philosophie zu ('Die bestehende Welt ist die beste aller möglichen Welten'). Als Mathematiker entwickelte er unabhängig von Newton die Infinitesimalrechnung, führte mehrere noch heute in der Mathematik gebräuchliche Symbole ein und konstruierte eine Rechenmaschine. Als Historiker verfasste er eine Geschichte des Welfenhauses. Der Politiker Leibniz entwickelte zwar eine recht vielseitige Tätigkeit, blieb aber darin hinter seinen anderen Leistungen zurück. Er war auch als Sprachforscher, Physiker, Biologe und Techniker tätig und sammelte Münzen aus Leidenschaft. - Protokollauszug der Preisgerichtssitzung: 'Die flächenartige Aufteilung des Kopfes (Bildseite 3125 A) und des Adlers in Verbindung zur Schrift ist vom formalen und prägetechnischen Standpunkt aus richtig. Jedoch wird die Adlerseite Nr. 3125 für geeigneter gehalten. Das Münzzeichen D sollte von der Zahl 5 gelöst und an anderer Stelle in unauffälliger Form angeordnet werden. Es wäre zu versuchen, den Adlerkopf in seiner Masse charakteristischer zu halten. Die gewollte Dreiteilung des Kopfes wird besonders in dem Teil über der Stirn unverständlich. Es wäre zu versuchen, die Perücke im oberen Teil in ihrer Ornamentik fortzusetzen. Die dadurch erreichte Umfassung des Gesichts mit der Perücke wird für eine Behandlung der Gesichtszüge eine prägnantere und präzisere Durchbildung erfordern, damit der Kopf als Mittelpunkt lebendiger wird. Bei der Variante des Kopfes Nr. 3125 wirkt die Darstellung der gemeinten Perücke wie eine Haube und dadurch bekommt das Porträt den Charakter einer Nonne.'

Literatur: BGBl. vom 7. Februar 1967 Teil I S. 186; P. Arnold - H. Küthmann - D. Steinhilber, Grosser deutscher Münzkatalog von 1800 bis heute. 19. Auflage (2003) Nr. 215; K. Jaeger, Die deutschen Münzen seit 1871. 21. Auflage (2009) Nr. 394; G. Dethlefs - W. Steguweit (Hrsg.), GeldKunst KunstGeld. Deutsche Gedenkmünzen seit 1949. Gestaltung und Gestalter. Die Kunstmedaille in Deutschland 22 (2005) 204 Nr. 7.

Weitere Informationen zum Objekt finden Sie hier: http://ikmk.smb.museum/object?id=18216588


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