SMB-digital

Online-Datenbank der Sammlungen

Augustus
  • Augustus
  • Münze
  • Gaius Iulius Caesar (Octavianus), seit 27 v. Chr. Augustus, Antike Herrscherprägung, Münzherr
  • 2 v.-4 n. Chr.?
  • Land: Frankreich (Land)
    Region: Gallia (Region)
    Münzstätte/Ausgabeort: Lyon
  • Nominal: Denar (ANT), Material: Silber, Stempelstellung: 5, Herstellungsart: geprägt
  • Gewicht: 3,75 g
    Durchmesser: 19 mm
  • Ident.Nr. 18217360
  • Sammlung: Münzkabinett | Antike | Römische Kaiserzeit (-30 bis 283)
  • © Foto: Münzkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz
  • Fotograf/in: Reinhard Saczewski
Beschreibung
Vorderseite: CAESAR AVGVSTVS - DIVI F PATER PATRIAE. Kopf des Augustus mit Lorbeerkranz nach r.

Rückseite: AVGVSTI F COS DESIG PRIN[C IVVENT // C L C]AESAR[ES]. Gaius und Lucius Caesar stehen als Togati nebeneinander in der Vorderansicht. Sie halten je einen Schild und einen Speer. Über ihnen sind l. eine Schöpfkelle (simpulum) und r. ein Priesterstab (lituus) abgebildet. Mittig eine Punze.

Kommentar: Auf der Rs. eine Punze. - In der zweiten Hälfte der Regierung des Augustus, als seine Stellung gefestigt war, nehmen die Typen mit dynastischem Bezug als Hinweis auf seine Nachfolge zu, so die umfangreiche Prägung für seine Enkel und nach deren Tod für Tiberius. Gaius Caesar, der auf der Münze als consul designatus bezeichnet wird, bekleidete 1 n. Chr. den Consulat, so daß die Münze für die beiden Caesaren als principes iuventutis wohl in die Jahre 2-1 v. Chr., spätestens jedoch 4 n. Chr., zu datieren ist, wenn man die Rs.-Legende als Hinweis auf ein aktuelles Ereignis interpretiert. Sie kann jedoch auch der Erinnerung an die beiden verstorbenen principes iuventutis gedient haben, womit das Prägedatum sehr viel später anzunehmen wäre. Etwa ab 12 v. Chr. wurde Edelmetall allein in Lugdunum geprägt, wie es Strabon 4,3,2 nahelegt, und hier hauptsächlich die Gaius-Lucius-Münzen. Strittig ist, ab wann auch in Rom Edelmetall geprägt wurde, nach allgemeinem Konsens nach dem Tod des Augustus 14 n. Chr. in julisch-claudischer Zeit. Vgl. Wolters (1999) 48. 63. - Diese Münze gehört zur Studiensammlung und kann für Lehrveranstaltungen (Schulen, Universitäten, Bildungseinrichtungen) zur Verfügung gestellt werden. Bitte wenden Sie sich bei Interesse an den unter dem Reiter 'Über uns' ausgewiesenen zuständigen wissenschaftlichen Mitarbeiter.

Literatur: BMCRE I 89 f. Nr. 519-535 (ca. 2 v. Chr.-11 n. Chr.); J.-B. Giard, Le Monnayage de l'Atelier de Lyon. Des origines au règne de Caligula (43 avant J.-C. - 41 après J.C.) (1983) 103 Nr. 82 (datiert 2 v. Chr.-12 n. Chr.); BNat I³ Nr. 1641-1657 (2 v. Chr.-4. n. Chr.?); RIC I² Nr. 207 (ca. 2 v. Chr.?-4 n. Chr. oder später). Vgl. zur Chronologiediskussion R. Wolters, Anmerkungen zur Münzdatierung spätaugusteischer Fundplätze, in: R. Wiegels (Hrsg.), Die Fundmünzen von Kalkriese und die frühkaiserzeitliche Münzprägung (2000) 81-117. 94 f. Anm. 79; 99 Anm. 105; 100 (bevorzugt 2/1 v. Chr.). Vgl. zur Edelmetallprägung in Lugdunum: R. Wolters, Nummi Signati. Untersuchungen zur römischen Münzprägung und Geldwirtschaft (1999) 48. 63.

Weitere Informationen zum Objekt finden Sie hier: http://ikmk.smb.museum/object?id=18217360


SMB-digital steht unter einer
Creative Commons Namensnennung-Nicht-kommerziell-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Deutschland Lizenz.
Über diese Lizenz hinausgehende Erlaubnisse können Sie bei der bpk-Bildagentur
unter www.bpk-bildagentur.de erhalten.