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Grosskurt, Heinrich Paul: Zusammenkunft mit den Königen von Dänemark und Polen
  • Grosskurt, Heinrich Paul: Zusammenkunft mit den Königen von Dänemark und Polen
  • Medaille
  • 1709
  • Land: Deutschland (Land)
    Region: Brandenburg (Region)
    Münzstätte/Ausgabeort: Berlin
  • Material: Gold, Stempelstellung: 6, Herstellungsart: geprägt
  • Gewicht: 41,67 g
    Durchmesser: 44 mm
  • Ident.Nr. 18247427
  • Sammlung: Münzkabinett | Medaillen | Brandenburg-Preußen (1500 bis 1918)
  • © Foto: Münzkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz
  • Fotograf/in: Reinhard Saczewski
Beschreibung
Vorderseite: TRIANGV=-LVS MAIE-STATICVS -/ FRIDERICVS - REX BORUSS - FRIDERICVS - AVG REX POL - FRIDERICVS - REX DAN & N [Fürstliches Dreieck]. In einem Dreieck die belorbeerten Büsten der drei Könige Friedrich I. in Preußen, Friedrich August I. von Polen und Friedrich IV. von Dänemark und Norwegen an den Spitzen die Aufschriften mit ihren Namen.

Rückseite: QVOD TRES / IN AMPLEXVS / MVTVOS COIERINT / REGES / TANQVAM REGIVM TRIVM / FRIDERICORVM / RESERVATVM AETAS NOSTRA / NOTET POSTERITAS / ADMIRETVR / MDCCIX [Dass drei Könige zur gegenseitigen Umarmung zusammengetroffen sind, mag unsere Zeit als königliches Privileg der drei Friedriche beachten und die Nachwelt mag es bestaunen]. Zehnzeilige Aufschrift. Darunter die Signatur GROSKURT. F.

Kommentar: Exemplar mit entferntem Henkel. - Anfang Juli des Jahres 1709 kamen die Könige (Friedrich) August I. von Polen und Friedrich IV. von Dänemark zu einem Besuch nach Berlin. Beide wollten den preußischen König bewegen, sich an einem Krieg gegen Schweden zu beteiligen. Er blieb jedoch neutral. Anlässlich der Zusammenkunft fanden in Berlin viele Paraden und Lustbarkeiten statt. Es war ein kurioser Fall, dass drei Könige mit dem Namen Friedrich und auch mit drei verschiedenen Glaubensbekenntnissen (katholisch, lutherisch und reformiert) zusammenkamen. - Eine solche Prägemedaille im Wert von 20 Dukaten (ca. 70 Gramm) wurde laut der Liste von 1713 (der sogenannten Specification) nach dem Regierungsantritt vom Sohn und Nachfolger Friedrichs I., Friedrich Wilhelm I. (1713-1740), aus dem Medaillenkabinett entnommen und eingeschmolzen. Hier handelt es sich um ein später erworbenes Exemplar im Wert von ca. 12 Dukaten.

Literatur: G. Brockmann, Die Medaillen Joachim I. - Friedrich Wilhelm I. 1499-1740 (1994) Nr. 444 (dieses Stück erwähnt). Vgl. Numophylacii Ampachiani, Sectio III. d. i. Verzeichniss der von dem verstorb. Domdechant zu Wurzen und Domkapitular zu Naumburg an der Saale Herrn Stifts-Regierungsrath Christian Leberecht von Ampach hinterlassenen Münz- und Medaillen-Sammlung, Dritte Abtheilung (1835) 131 Nr. 11170 (Medaille in Silber); A. Weyl, Die Paul Henckel'sche Sammlung Brandenburg-Preussischer Münzen und Medaillen I. Abtheilung (1876) 123 Nr. 1222 (dito).

Weitere Informationen zum Objekt finden Sie hier: http://ikmk.smb.museum/object?id=18247427


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