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  • Totenkrone
  • 19. Jahrhundert
  • Gebrauchsort: Deutschland
  • Seidenbänder, Kunstblumen, Metallfolie, Draht
  • Höhe x Durchmesser: 15 x 23 cm
    Länge: Bänder: 61 cm
  • Ident.Nr. I (55 B) 76/1953,264 a
  • Sammlung: Museum Europäischer Kulturen
  • © Foto: Museum Europäischer Kulturen der Staatlichen Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz
Beschreibung
Die Totenkrone hat einen Kopfring und vier Kronenbügel. Ring und Bügel sind aus Draht gebogen und mit Seidenfadenröschen und Metallfolie geschmückt. Am Kopfring hängen neun verschiedenfarbige, gemusterte Seidenbänder.

In der christlichen Religion waren Totenkronen für ledig verstorbene Personen ein Ersatz für die entbehrte Brautkrone. Es wurde während des Begräbnisses eine Totenhochzeit gefeiert und die Bräute und Bräutigame wurden himmlisch vermählt. Diese Kronen sind in Europa seit dem Mittelalter nachweisbar. Sie wurden zu dieser Zeit mit ins Grab gegeben. Im 17. Jh. entwickelten sie sich zu prächtigen, repräsentativen Kronen, die zur Erinnerung in der Kirche auf Totenbrettern aufbewahrt wurden. Dieses Bestattungsritual war im deutschsprachigen Raum bis ca. 1870 lebendig.


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