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Tulpenbecher
  • Tulpenbecher
  • offen (Gefäß)
  • George Andrew Reisner (5.11.1867 - 6.6.1942), Grabungsleiter
  • Kerma (Mittel/Obernubien)
  • Kerma (Sudan / Nubien)
    K 435 (Grab)
  • Nilton (Material / Ton, gebrannt)
  • 13 x 14,5 cm
  • Ident.Nr. ÄM 8155
  • Sammlung: Ägyptisches Museum und Papyrussammlung | Ägyptisches Museum
  • © Foto: Ägyptisches Museum und Papyrussammlung der Staatlichen Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz
  • Fotograf/in: Sandra Steiß
Description
Die „black-topped red-polished ware“ ist die am häufigsten belegte Gefäßgruppe des Friedhofs von Kerma. Sie zeichnet sich durch ihre schwarz geschmauchten Ränder aus, die in tiefes Rot übergehen, und unvergleichlich dünnwandig sind, weswegen der Ausgräber George A. Reisner fälschlicherweise annahm, sie seien auf einer Töpferscheibe gefertigt worden. Viele dieser Gefäße sind durch einen metallisch-weißen Streifen am Farbübergang von Schwarz zu Rot gekennzeichnet.
Die sogenannten Tulpenbecher gehören angesichts ihrer Färbung und Herstellung zwar in die Gruppe der schwarz geschmauchten Gefäße, doch stechen sie durch ihre ausladende und rundbodige Form als typisch nubische Funde heraus.
Die Tulpenbecher fanden sich in Gruppen von vier bis fünf Exemplaren ineinander gestapelt in der Grabkammer vor den Betten der Verstorbenen, wurden aber auch den geopferten Menschen beigegeben. Häufig sind mehrere dieser Stapel in unmittelbarer Nähe zum Bestatteten nachgewiesen. Dieser Becher wurde in einem Stapel von insgesamt vier Bechern bei einer der Nebenbestattungen im Grabtumulus K IV gefunden. Insgesamt sind aus der Grabkammer acht Becher belegt, die in zwei Stapeln in einer Ecke am Fußende des Raumes lagen.


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