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Flora / Leinsamenkapseln (Linum usitatissimum L.)
  • Flora / Leinsamenkapseln (Linum usitatissimum L.)
  • Flora (Organisches Objekt)
  • 20. Dynastie
  • Sheikh Abd el-Qurna (Ägypten / Oberägypten / Theben-West)
    lt. Inv.: "1886 von Maspero in einem Grabe der XX Dyn zu Gurna gefunden."
  • Flora / Leinsamen
  • 5,5 x 20,5 x 12 cm
  • Ident.Nr. ÄM 3367
  • Sammlung: Ägyptisches Museum und Papyrussammlung | Ägyptisches Museum
  • © Foto: Ägyptisches Museum und Papyrussammlung der Staatlichen Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz
Description
Der Lein, ägyptisch Mehi (mHj) war ursprünglich nicht in Ägypten beheimatet. Er kam aus dem palästinensischen Raum. Leinsamenkapseln und Leinfasern sind bereits seit dem 4. Jahrtausend v. Chr. belegt. Jedoch ist bisher ungeklärt, ob man damals schon die Samen gegessen hat bzw. Öl aus ihnen gewann. Die frühesten schriftlichen Hinweise dazu stammen erst aus der ptolemäischen Zeit. In einem Grab in Abusir aus der prädynastischen Zeit wurden Leinsamenkapseln gefunden, die darauf hindeuten könnten, dass der Samen als Nahrungsmittel diente. Zahlreiche geschlossene Kapseln fanden sich in einem Grab aus der 12. Dynastie in Dra Abu el Naga. Sie lassen vermuten, dass Leinsamen zu dieser Zeit bereits zur Ölgewinnung verwendet wurde.
Zweifellos wurde Lein hauptsächlich wegen der Stengelfasern angebaut. Aus diesen wurden Teile der Bekleidung (z. B. Schurze) und vor allem die unendlichen Mengen an Mumienbinden hergestellt. Ferner nutzten die Ärzte das Material als Verbandsstoff zur Wundversorgung.
(K. Finneiser)


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