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Tulpenbecher
  • Tulpenbecher
  • offen (Gefäß)
  • George Andrew Reisner (5.11.1867 - 6.6.1942), Grabungsleiter
  • Kerma (Mittel/Obernubien)
  • Kerma (Sudan / Nubien)
    K 333 (Grab)
  • Nilton (Material / Ton, gebrannt)
  • 11,3 x 15 cm
  • Ident.Nr. ÄM 35510
  • Sammlung: Ägyptisches Museum und Papyrussammlung | Ägyptisches Museum
  • © Foto: Ägyptisches Museum und Papyrussammlung der Staatlichen Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz
  • Fotograf/in: Sandra Steiß
Beschreibung
Die „black-topped red-polished ware“ ist die am häufigsten belegte Gefäßgruppe des Friedhofs von Kerma. Sie zeichnet sich durch ihre schwarz geschmauchten Ränder aus, die in tiefes Rot übergehen, und unvergleichlich dünnwandig sind, weswegen der Ausgräber George A. Reisner fälschlicherweise annahm, sie seien auf einer Töpferscheibe gefertigt worden. Viele dieser Gefäße sind gekennzeichnet durch einen metallisch-weißen Streifen am Farbübergang von Schwarz zu Rot.
Die sogenannten Tulpenbecher gehören angesichts ihrer Färbung und Herstellung zwar in die Gruppe der schwarz geschmauchten Gefäße, doch stechen sie durch ihre ausladende und rundbodige Form als typisch nubische Funde heraus.
Die Tulpenbecher fanden sich in Gruppen von vier bis fünf Exemplaren ineinander gestapelt in der Grabkammer vor den Betten der Verstorbenen, wurden aber auch den geopferten Menschen beigegeben. Häufig sind mehrere dieser Stapel in unmittelbarer Nähe zum Bestatteten nachgewiesen. Dieser Becher wurde zusammen mit zwölf weiteren bei einer der Nebenbestattungen im Grabtumulus K III entdeckt. Der größte Teil der 13 Gefäße wurde in Kopfnähe des Verstorbenen gefunden. Auf Grund der Gefäßform und Lage im Grab können die Tulpenbecher als Trinkgefäße verstanden werden.


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