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Fragment eines Kosmetikgefäßes
  • Fragment eines Kosmetikgefäßes
  • offen (Gefäß)
  • Deutsche Orient-Gesellschaft (DOG), Auftraggeber
    Borchardt, Ludwig (5.10.1863 - 12.8.1938), Grabungsleiter
  • Historische Datierung: Amenophis (Amenhotep) IV. / Echnaton
    Datierung engl.: Amenhotep IV / Akhenaten
  • N 50.28 (Häuser) (Ägypten / Mittelägypten / Amarna)
  • Kalzit-Alabaster (Travertin) (Material / Stein)
  • 5,1 x 9,8 cm
  • Ident.Nr. ÄM 22093
  • Schenkung James Simon, 1920
  • Sammlung: Ägyptisches Museum und Papyrussammlung | Ägyptisches Museum
  • © Foto: Ägyptisches Museum und Papyrussammlung der Staatlichen Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz
  • Fotograf/in: Sandra Steiß
Description
Als begehrtes Luxusgut und nur der elitären Gesellschaftsschicht Ägyptens vorbehalten, diente diese Art von Gefäßen zur Aufbewahrung von Kosmetika, aromatisierten Salben und Ölen. Für die Reinigung und den kosmetischen Wohlgeruch waren sie für den täglichen Gebrauch bestimmt, wurden jedoch auch als Grabbeigaben gefunden. So wurde z.B. im Grab des Kha und seiner Frau Merit aus Deir el-Medina ein reich verzierter Holzkasten entdeckt, in dem sich verschiedene Parfum-, Öl- und Salbgefäße befanden. Unter ihnen gab es ein kleines Behältnis aus Alabaster auf einem Standfuß, das mit einem Deckel versehen war. Einen sehr ähnlichen Aufbau zeigt das hier abgebildetes Gefäß, ddas ursprünglich ebenfalls auf einem separat gearbeiteten Standfuß platziert war, worauf kleiner Absatz am Boden hinweit. Für die Herstellung von Kosmetikgefäßen wurde häufig kostbarer Stein wie Alabaster verwendet, der den Inhalt länger konservierte. So berichtet der römische Gelehrte Plinius d. Ä. (23–79 n.Chr.) in seiner Schrift „Naturalis Historia“ (Naturgeschichte) über die Aufbewahrung von Salben und Ölen im Alten Ägypten: „Die Salben halten sich am besten in Alabaster, riechende Sachen im Oele: und dieses ist zu ihrer Dauerhaftigkeit so viel dienlicher [...]“
Nach: Breuer, S., in: F. Seyfried (Hrsg.), Im Licht von Amarna. 100 Jahre Fund der Nofretete, Berlin 2012, S. 258 (Kat.-Nr. 39).


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