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Kniefigur der Königin Hatschepsut mit Nemset-Krug
  • Kniefigur der Königin Hatschepsut mit Nemset-Krug
  • Statue (Rundbild)
  • Historische Datierung: Hatschepsut (Königin)
  • Deir el-Bahari (Ägypten / Oberägypten / Theben-West)
  • Rosengranit (Material / Stein / Granit); bemalt
  • 87 x 37 x 57 cm
  • Ident.Nr. ÄM 22883
  • Sammlung: Ägyptisches Museum und Papyrussammlung | Ägyptisches Museum
  • © Foto: Ägyptisches Museum und Papyrussammlung der Staatlichen Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz
  • Fotograf/in: Sandra Steiß
Beschreibung
Hatschepsut war eine der wenigen Frauen, die als Pharao den ägyptischen Thron bestiegen. Sie war Tochter des Königs Thutmosis I. und Ehefrau ihres schon früh verstorbenen Halbbruders Thutmosis II. und führte als Regentin für den von einer Nebenfrau geborenen Sohn ihres Gatten, Thutmosis III., der bei der Thronbesteigung noch minderjährig war, die Regierungsgeschäfte. Wahrscheinlich im 7. Jahr ihrer Regentschaft ließ sie sich zum König krönen. Ihren Herrschaftanspruch begründete sie mit ihrer Erwählung durch den Reichsgott Amun. In dem von ihrem Günstling erbauten terrassenförmigen Totentempel in Deir el-Bahari ließ sie die Legende ihrer göttlichen Geburt in einer Relieffolge darstellen.
Ihre über 20jährige Herrschaft verlief friedlich, wobei ein herausragendes Ereignis die Entsendung einer Expedition in das sagenhafte Weihrauchland Punt war. Nachdem Hatschepsut die Herrschaft als Pharao angetreten hatte, wurde sie nunmehr auch als solcher, d. h. als Mann, dargestellt. Als König mit der vorgeschriebenen Zeremonialkleidung mit nacktem Oberkörper, Königskopftuch, Zeremonialbart und kurzem Schurz kniet sie vor dem Gott und reicht ihm einen Wasserkrug dar, an dessen Vorderseite das Symbol für "Dauer, Beständigkeit" angebracht ist.
Dennoch hat es der Künstler verstanden, im Gesicht der Königin weibliche Züge miteinzubringen. Durch die sanfte Rundung der Gesichtsform, die geschwungenen Augenbrauen, die großen Augen und den anmutigen Mund strahlen sie Jugendlichkeit aus. Betont wird die Lebendigkeit durch die schwarze Bemalung von Augen und Brauen. Die Figur gehört zu einer Serie von gleichartigen Bildnissen aus dem Totentempel der Königin.


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