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„Ersatzkopf“ des Kahotep
  • „Ersatzkopf“ des Kahotep
  • Statue (Rundbild)
  • Borchardt, Ludwig (5.10.1863 - 12.8.1938), Grabungsleiter
  • Historische Datierung: Niuserre'
  • Abusir (Ägypten / Unterägypten)
    Kahotep (Grab)
  • Kalkstein; Gips
  • 30 x 18 x 32 cm
  • Ident.Nr. ÄM 16455
  • Sammlung: Ägyptisches Museum und Papyrussammlung | Ägyptisches Museum
  • © Foto: Ägyptisches Museum und Papyrussammlung der Staatlichen Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz
  • Fotograf/in: Jürgen Liepe
Beschreibung
Zu den rundbildlichen Werken des Alten Reiches gehören als Sonderform die so genannten „Ersatzköpfe“, die überwiegend vom Westfriedhof in Giza stammen. Die Köpfe wurden in den Schächten, die zu den unterirdischen Grabkammern führten, in verworfener Lage entdeckt. Sie wurden sowohl in Männer- als auch Frauengräbern gefunden. Ihnen allen gemeinsam ist eine glatte Standfläche. Somit ist sicher, dass es sich um keine Statuenfragmente oder gesondert gearbeitete Teile von Figuren handelt, sondern um eigenständige Objekte. Wahrscheinlich sah man die Köpfe als ausreichendes Äquivalent für die Grabstatue an, die im Allgemeinen als Ersatzkörper im Grab aufgestellt wurde.
Der Ersatzkopf des Kahotep wurde in Abusir gefunden. Er weist im Gesicht einige Beschädigungen auf. Der porträthafte Gesichtsausdruck wirkt selbstsicher und stolz. Der Kopf ruht auf einem kräftigen Hals. Auffällig ist, dass das Kopfhaar aller Ersatzköpfe als glatte Kappe modelliert wurde und dass die Ohren häufig von vornherein fehlen oder abgearbeitet zu sein scheinen. Interessant ist, dass der Berliner Kopf einen Kalksteinkern besitzt, über den eine Stuckschicht modelliert wurde.


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