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Kniefigur eines kuschitischen Königs mit oberägyptischer Krone
  • Kniefigur eines kuschitischen Königs mit oberägyptischer Krone
  • Statuette (Rundbild)
  • Historische Datierung: Schabako (Shabaqo) / Ägypten
  • Provenienz unbekannt (Ägypten)
  • Bronze (Material / Metall)
  • 21,5 x 7,3 x 10,3 cm
  • Ident.Nr. ÄM 34393
  • Sammlung: Ägyptisches Museum und Papyrussammlung | Ägyptisches Museum
  • © Foto: Ägyptisches Museum und Papyrussammlung der Staatlichen Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz
  • Fotograf/in: Margarete Büsing
Beschreibung
Die Figur bildet einen knienden König ab, der den königlichen Schurz, den sogenannten Schendit, und die oberägyptische Krone trägt. Seine Arme sind nach vorn angewinkelt. Die Körper- und Armhaltung deutet darauf hin, dass er vermutlich eine Opferplatte womöglich in Kombination mit Opfergaben in seinen Händen gehalten hat. Mit gut 20 cm Höhe gehörte die Statuette sehr wahrscheinlich zusammen mit einer größeren Götterfigur zu einem Ensemble. Gestiftet wurde die Gruppe von einem Herrscher des Südens, einem Kuschiten, die in der 25. Dynastie auch über Ägypten regierten. Kennzeichnend für sie sind ihre breiten Schultern, die muskulösen Oberarme und die negroiden Gesichtszüge. Durch spätere Umarbeitungen sind drei Merkmale kaum noch zu erkennen: der Doppeluräus, die Kronenbänder und die Widderkordel. Alle drei Elemente sind Zeichen der kuschitischen Königswürde und wurden offensichtlich bewusst von Nachfolgern umgearbeitet. So trug der König ursprünglich eine Kordel um den Hals an der mittig sowie an deren Enden jeweils ein Widderkopfamulett, das Abbild des Gottes Amun, befestigt waren.
(J. Helmbold-Doyé)


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