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Porträt des Antiochos IV. von Syrien
  • Porträt des Antiochos IV. von Syrien
  • Kopf (Skulptur / Rundplastik / Rundplastik, männlich)
  • 2. Viertel 2. Jh.v.Chr.
    Genauer: um 170 - 150 v.Chr
  • Erwerbungsort: Frankfurt am Main (Deutschland)
  • Marmor, weiß-gräulich, großkristallin
  • Höhe: 24,3 cm (ohne Ergänzung)
  • Ident.Nr. 1975.5
  • 1975 erworben
  • Sammlung: Antikensammlung
  • © Foto: Antikensammlung der Staatlichen Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz
  • Fotograf/in: Ingrid Geske
Description
Der unterlebensgroße bartlose Marmorkopf, den sein Diadem als Bildnis eines Herrschers ausweist, wurde aufgrund von Vergleichen mit sicher benannten Münzbildnissen als Porträt des seleukidischen Königs Antiochos IV. identifiziert (Kyrieleis 1980) und gehört als eines der wenigen sicher identifizierten Bildnisse von Seleukiden und als Originalwerk in die Regierungszeit dieses Königs, der zwischen 175 und 164 v. Chr. regierte. Die Ausarbeitung und die Asymmetrien des Kopfes beispielsweise in der Schulterneigung zeigen an, dass er als Einsatzkopf zu einer mit Brustpanzer oder Chlamys bekleideten Statuette gehörte, deren rechter Arm erhoben war und sich deshalb vielleicht auf eine Lanze stützte. Das kleine Format legt es nahe, in der Figur ein Bildnis zu erkennen, das der lokalen Herrscherverehrung, wie z. B. in einem Gymnasion oder Heiligtum, galt. Kleinformatige Bildnisse hellenistischer Herrscher kennen wir besonders aus dem ptolemäischen Ägypten, wo sie eine Funktion im Herrscherkult besaßen.

R. von den Hoff, Bildniskopf des Antiochos IV. von Syrien (1975.5), in: Bestands-Kat. 1, 54 f. Kat. 37.


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