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Apulischer Volutenkrater mit Maskenhenkeln
  • Apulischer Volutenkrater mit Maskenhenkeln
  • Volutenkrater
  • Unterwelt-Maler (Schaffenszeit: 2. Hälfte 4. Jh.v.Chr.), Maler
  • 3. Viertel 4. Jh.v.Chr.
  • Ton, rotfigurig
  • Höhe: 113 cm (mit Henkeln und separat getöpfertem Fuß)
  • Ident.Nr. 1984.44
  • Sammlung: Antikensammlung
  • © Foto: Antikensammlung der Staatlichen Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz
  • Fotograf/in: Johannes Laurentius
Beschreibung
Apulische Prachtvase: Halsbild: Thetis ringt mit Peleus, Hauptbild: Gigantomachie


Die Pracht der Gräber:

Sowohl in der spartanischen Kolonie Tarent als auch in den einheimischen Zentren der Daunier, Peuketier und Messapier in Apulien wurden die Verstorbenen der Oberschicht mit großer Pracht und erheblichem Aufwand bestattet. Unterirdische Grabkammern waren oft wie die Innenräume eines Hauses mit Säulen oder Wanddekorationen ausgestaltet. Die Verstorbenen lagen in Sarkophagen und die Grabkammern waren mit großen Vasen, Symposionsgeräten, Terrakotten, Kosmetikutensilien und Goldschmuck ausgestattet. In Tarent wurden seit dem 4. Jh. v. Chr. als oberirdische Markierung über Sarkophagen oder Kistengräbern aufwendige Steinmonumente mit Säulen, Giebeln und Skulpturenschmuck errichtet. Solche kleinen Grabtempel (griech. Naiskoi) sind auf apulischen Vasen abgebildet. Die rotfigurige apulische Keramik wurde zudem häufig mit ausgefallenen griechischen Mythenbildern verziert und zum überwiegenden Teil speziell für die Verwendung im Grab angefertigt. In großen Mengen wurde sie auch in das italische Hinterland exportiert und dort zusammen mit einheimischer Keramik in die Gräber gelegt.


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