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Hellenistische Tragödienmaske eines alten Mannes
  • Hellenistische Tragödienmaske eines alten Mannes
  • Theatermaske (Skulptur)
  • 3. Jh.v.Chr.
  • Ton
  • Höhe: 11 cm
  • Ident.Nr. 33480
  • Sammlung: Antikensammlung
  • © Foto: Antikensammlung der Staatlichen Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz
Beschreibung
Das griechische Theater. Kult und Unterhaltung:

Theateraufführungen waren im antiken Griechenland Teil des Kultes für die Götter. In Athen fanden sie anlässlich wichtiger Feste für den Gott Dionysos statt. Eines seiner Heiligtümer lag seit dem 6. Jh. v. Chr. am Südabhang der Akropolis. Dort versammelten sich zur Feier der „Großen Dionysien“ im März oder April fast die gesamte Bürgerschaft und Abgesandte der Verbündeten, um unter freiem Himmel fünf ganztägigen Aufführungen beizuwohnen. Aus einem ursprünglich hölzernen Theater oberhalb des Tempels entstand in mehreren Phasen der große, als Ruine erhaltene Steinbau.
Drei dramatische Gattungen entwickelten sich im 6. und 5. Jh. v. Chr.: Tragödie, Komödie und Satyrspiel. Letzteres wurde nach drei hintereinander aufgeführten Tragödien als heiterer Abschluss gegeben. Die Aufführungen hatten den Charakter eines Wettstreits, wobei der beste Dichter, später auch der beste Schauspieler prämiert wurde. Alle Rollen, auch die Frauenrollen, wurden von insgesamt nur drei Schauspielern verkörpert, die deshalb häufig Kostüm und Maske zu wechseln hatten. Ihnen stand der Chor gegenüber, der meist das Volk vertrat. Ausstattung und Proben wurden von reichen Sponsoren (Choregen) aus deren Privatvermögen bezahlt.
Athenische Dichter wie Aischylos führten ihre Dramen auch in Sizilien auf und beeinflussten damit das dortige Theaterwesen.


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